Erschwingliche Mieten auf Mallorca: Vorgaben und Realität

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Die Debatte um bezahlbaren Wohnraum auf Mallorca erhält durch das jüngste königliche Dekret der spanischen Regierung neue Impulse. Die Regierung definiert erstmals klare Kriterien, was als erschwingliche Miete gilt – abhängig vom Medianeinkommen der Haushalte in jeder Gemeinde. Ziel ist es, Wohnen für breite Bevölkerungsschichten finanziell tragbar zu machen.

Laut Dekret darf die monatliche Miete, inklusive aller Nebenkosten, dreißig Prozent des Medianeinkommens einer Gemeinde nicht überschreiten. Damit ergeben sich je nach Ort erhebliche Unterschiede: In Capdepera gilt eine maximale Miete von 930 Euro als erschwinglich, während der Wert in Bunyola mit 1.383 Euro am höchsten liegt. Insgesamt liegen in 17 Gemeinden Mallorcas die als erschwinglich eingestuften Mieten unter 1.000 Euro. Dazu zählen neben Capdepera etwa Vilafranca de Bonany, Sant Joan und Inca.

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Am anderen Ende der Skala stehen Orte wie Bunyola, Puigpunyent oder Marratxí, wo das Medianeinkommen deutlich höher ist und so auch die Mietgrenze steigt. Dennoch spiegelt diese rechnerische Obergrenze kaum die Wirklichkeit wider: Immobilienexperten warnen, dass es kaum noch Wohnungen unter 1.600 Euro monatlich gibt. Gründe dafür sind das knappe Angebot, rechtliche Unsicherheiten und ein zunehmend angespannter Markt.

Letztlich zeigt die neue Regelung eine Kluft zwischen politischen Vorgaben und der angespannten Realität auf dem Wohnungsmarkt Mallorcas. Während das Dekret Orientierung bieten soll, bleibt die tatsächliche Erschwinglichkeit für viele Haushalte eine Herausforderung – eine, die nachhaltige Lösungen und politischen Willen erfordert.

Quelle: Agenturen