PM-1: Das erste Auto-Kennzeichen Spaniens

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Die Geschichte des ersten offiziell zugelassenen Autos in Spanien liest sich wie ein spannendes Kapitel aus der Anfangszeit des Automobils. Nicht etwa Madrid oder Barcelona, sondern Palma de Mallorca wurde am 31. Oktober 1900 zum Schauplatz dieser Premiere, als das Kennzeichen PM-1 registriert wurde.

Der Besitzer, José Sureda y Fuentes, ein pensionierter Marine-Maschinist, setzte mit seinem bescheidenen Clement-Vierrad und einem De-Dion-Bouton-Motor Maßstäbe für eine neue Ära. Das Fahrzeug brachte es auf etwa 3 PS, wog 130 Kilogramm und rollte auf Rädern mit stolzen 65 Zentimetern Durchmesser. Beeindruckend für die Zeit war eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h – bei Steigungen reduzierte sich dies auf 15 km/h.

Bereits 1897 war ein anderes Auto in Palma angekommen, ein Clement Bayard. Doch mangels Zulassungssystem blieb es anonym und steht – so die Überlieferung – noch immer auf dem Landgut der Besitzerfamilie.

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Der PM-1 war ein Luxusgut: Mit einem Preis von rund 3.000 Peseten entsprach er fast dem Vierfachen eines Jahresgehalts eines Bergmanns. Doch das Schicksal dieses automobilen Pioniers bleibt rätselhaft, sein Verbleib ist bis heute unbekannt.

Interessanterweise ist das älteste erhaltene Auto Spaniens kein PM-1, sondern ein Delahaye Typ 1 aus dem Jahr 1899, der heute im Museo de Historia de la Automoción in Salamanca bewundert werden kann. Dieses kuriose Fahrzeug, ohne Lenkrad und stattdessen mit „Kuhschwanz“-Hebel gelenkt, zeugt von den visionären Anfängen der Mobilität.

Der PM-1 bleibt nicht nur ein technisches Relikt, sondern auch ein Symbol für den Beginn einer neuen Zeit – als das Automobil Spanien erreichte und die Welt sich für immer veränderte.

Quelle: Agenturen