Mit der aktuellen Vereinbarung zwischen dem spanischen Bildungsministerium und den Europäischen Schulen wird Katalanisch offiziell als Unterrichtssprache in das Schulsystem der Europäischen Schulen aufgenommen. Dieser Schritt markiert einen bemerkenswerten Fortschritt für die Förderung sprachlicher und kultureller Vielfalt im europäischen Bildungsraum.
Das Abkommen, das am 31. August 2026 in Kraft trat, wurde vom spanischen Bildungsministerium sowie der Leitung der Europäischen Schulen unterzeichnet. Hintergrund ist der Beschluss des Obersten Rates der Europäischen Schulen, nach dem Katalanisch als anerkannte Landessprache (ONL) ab dem Schuljahr 2026/2027 schrittweise eingeführt werden soll – vorausgesetzt, es besteht ausreichende Nachfrage an den jeweiligen Standorten. Spanien übernimmt dabei die Finanzierung des Unterrichts und verpflichtet sich insbesondere, alle Kosten für die Vergütung der Katalanisch-Lehrkräfte zu tragen. Die Europäischen Schulen wiederum sind für die Bedarfsanalyse und Personalgewinnung vor Ort zuständig.
Diese Entscheidung ist nicht nur organisatorisch bedeutsam, sondern birgt auch eine klare politische und kulturelle Dimension: Sie signalisiert die Bereitschaft Europas, die sprachliche Identität seiner Regionen sichtbar zu machen und zu stärken. Katalanisch als Unterrichtssprache fördert die internationale Sichtbarkeit dieser Sprache und trägt zur Bewahrung ihrer kulturellen Werte bei.
Durch die Integration weiterer Landessprachen wird das Bildungssystem der Europäischen Schulen dem Anspruch auf Vielfalt und Inklusion zunehmend gerecht. Für Katalanisch-Schülerinnen und -Schüler eröffnet sich damit die Möglichkeit, ihre Sprache in einem internationalen schulischen Umfeld selbstverständlich zu leben und weiterzugeben – ein Meilenstein für die europäische Bildungslandschaft.
Quelle: Agenturen





