Vulkangefahr auf den Kanaren: Übung für den Ernstfall

Lesedauer des Artikels: ca. 2 Minuten -

Die Kanarischen Inseln stehen im Fokus der Katastrophenschutzbehörden: Die Wahrscheinlichkeit eines Vulkanausbruchs auf dem Archipel in den kommenden fünfzig Jahren wird von Experten auf beinahe 78 Prozent geschätzt. Vor diesem Hintergrund findet auf Teneriffa am 22. Oktober 2026 ein groß angelegter Testalarm statt – eine Übung, keine reale Gefahrensituation.

Das spanische Zivilschutzsystem will mit drei gezielten Warnmeldungen über das ES-Alert-System die Bevölkerung sensibilisieren. Betroffen sind vor allem Guía de Isora und Santiago del Teide, wo die präventive Evakuierung der Dörfer Chirche und Aripe simuliert wird. Die erste Nachricht betrifft ganz Teneriffa und signalisiert einen fiktiven Wechsel der Warnstufe auf Orange – eine erhöhte, aber noch keine akute Gefährdungslage. Weitere Nachrichten markieren Evakuierung und das Übungsende. Durch die Reichweite der Sendemasten könnten auch Nachbarinseln wie La Palma oder La Gomera einige Alarme empfangen.

Für die Bevölkerung bedeutet der Testalarm lediglich: aufmerksam sein, die Nachricht lesen und auf Aceptar drücken. Ein aktives Handeln, wie das Wählen von Notrufnummern, ist nicht angebracht – es handelt sich klar erkennbar um eine Übung, auch weil Geräte auf Englisch warnen können, wenn die Systemsprache darauf eingestellt ist. Betroffen sind nur Mobiltelefone ab Android 11 oder iOS 15.6 und mit eingeschaltetem Empfang.

Lesetipp:  Wenn einer den Friedensnobelpreis verdient hat - dann Donald Trump
--|- Bitte beachten Sie unsere Anzeigenpartner! -|-- Drastisch reduziert (2,99 Euro statt des regulären Preises)

Im Mittelpunkt der Übung steht die Region Las Cumbres de Abeque, eine Zone mit besonders hohem Vulkanrisiko. Geprobt werden Evakuierungen mit besonderem Fokus auf schutzbedürftige Gruppen, die Unterbringung der Betroffenen und der kooperative Einsatz aller Rettungskräfte.

Mit dieser realitätsnahen Übung will die Inselverwaltung die Abläufe bei möglichen Naturkatastrophen optimieren und die Bevölkerung mit den Alarmsystemen vertraut machen – ein entscheidender Schritt, wie die jüngsten Erfahrungen auf La Palma gezeigt haben. Trotz der erhöhten Aufmerksamkeit betonen Wissenschaftler, dass das unmittelbare Risiko eines Ausbruchs weiterhin gering bleibt.

Quelle: Agenturen