Das durchschnittliche Haushaltseinkommen ist ein bedeutender Indikator für Wohlstand und Lebensqualität – und auf den Balearen spiegeln die aktuellen Daten bemerkenswerte Unterschiede wider. Der neue „Atlas zur Verteilung des Haushaltseinkommens 2024“ des spanischen Statistikamts (INE) verdeutlicht geografische Tendenzen, regionale Spitzenreiter und strukturelle Herausforderungen.
Fornalutx ist im Jahr 2024 mit einem durchschnittlichen Haushaltsnettoeinkommen von 59.702 Euro die reichste Gemeinde der Balearen. Dicht gefolgt werden sie von Valldemossa (59.536 €), Bunyola (58.748 €), Marratxí (58.252 €) und Puigpunyent (57.502 €). Insgesamt überschreiten acht Gemeinden der Inselgruppe die Marke von 55.000 € beim Haushaltseinkommen.
Doch es gibt auch Gegenbeispiele: Am unteren Ende rangieren Banyalbufar (33.032 €), Cadpepera (39.357 €) und weitere Gemeinden, die teilweise weniger als 41.000 € aufweisen. In Palmas Hauptstadt liegt das durchschnittliche Einkommen mit 48.884 € ebenfalls deutlich unter den Spitzenreitern.
Insgesamt beträgt das Durchschnittseinkommen der Balearen 47.774 €. Auf Mallorca sind es 47.149 €, auf Menorca 45.544 € und auf Ibiza/Formentera 52.936 €. Das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen der Balearen (17.158 €) ist im Vergleich zum Vorjahr sogar um6,4 % gesunken, wobei Escorca, Valldemossa und Sant Lluís die höchsten Werte erzielen.
Im landesweiten Vergleich stechen Gemeinden wie Pozuelo de Alarcón (Madrid) und Matadepera (Barcelona) hervor – mit 32.612 bzw. 28.607 € durchschnittlichem Pro-Kopf-Einkommen, das oft das Dreifache von Spaniens ärmsten Regionen ist. Die wohlhabendsten spanischen Gemeinden konzentrieren sich in Madrid und Katalonien, während besonders viele der einkommensschwächsten Gemeinden im Süden des Landes liegen.
Die INE-Statistik zeigt ein massives regionales Gefälle: Fast 90 % der Gemeinden im Baskenland zählen zu den einkommensstärksten Spaniens, wohingegen Regionen wie Murcia und Andalusien vielfach mit niedrigen Einkommen konfrontiert sind.
Diese Zahlen machen nicht nur deutlich, wo Wohlstand noch ungleich verteilt ist, sondern liefern auch wichtige Anhaltspunkte für politische und gesellschaftliche Debatten über Chancengleichheit und regionale Entwicklung.
Quelle: Agenturen




