Eine Schäferschule für die Zukunft?

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Inmitten der Berge der Provinz Alicante vollzieht das kleine Dorf Fageca einen bemerkenswerten Schritt, um einem traditionsreichen Handwerk neues Leben einzuhauchen: Mit der Gründung einer Schäferschule setzt der Ort ein Zeichen gegen Landflucht und das Aussterben des Schäferberufs.

In der Escuela de Pastores y Piedra Seca de la Montaña de Alicante lernen Teilnehmer in einem intensiven 22-monatigen Kursprogramm nicht nur die Kunst der extensiven Viehzucht, sondern auch die Herstellung traditioneller Trockenmauern. Dabei arbeiten die Auszubildenden direkt auf echten Höfen, betreuen Herden in der rauen Berglandschaft und werden individuell begleitet. Die Sanierung eines alten Viehgeheges bringt zudem ein Stück Dorfgeschichte zurück ins tägliche Leben.

Bemerkenswert ist der Fokus auf Brandschutz. Indem Schafe und Ziegen Gestrüpp abweiden, verringern sie die Brandgefahr – ein simples, doch wirkungsvolles Mittel im Kampf gegen folgenschwere Waldbrände. Während das Löschen pro Hektar hohe Summen verschlingt, zeigen die Tiere, wie ökologischer Landschaftsschutz funktionieren kann.

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Die Initiative geht über reine Ausbildung hinaus: Ein umfassendes Begleitprogramm erleichtert Zugezogenen den Neustart auf dem Land, unterstützt bei bürokratischen Hürden und fördert die Integration ins Dorfleben. Fageca reiht sich damit in eine wachsende Bewegung ein: Auch Regionen wie Andalusien und Aragón setzen inzwischen auf Schäferschulen, um ländliche Räume lebendig zu halten.

Ob damit allein dem großen Problem der Landflucht Einhalt geboten werden kann, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch: Projekte wie dieses schaffen Hoffnung und bieten nachhaltige Perspektiven für Menschen und Landschaften abseits der touristischen Zentren Spaniens.

Quelle: Agenturen