Die Gemeinde Calvià, bekannt für ihre touristische Bedeutung auf der Insel Mallorca, hat einen ambitionierten Schritt unternommen: Sie bewirbt sich offiziell um den angesehenen Titel „Europäische Tourismushauptstadt 2027“. Diese Bewerbung verdeutlicht nicht nur die Dynamik der Gemeinde, sondern auch ihren Anspruch, eine Vorreiterrolle im europäischen Tourismus einzunehmen.
Um ihre Kandidatur zu präsentieren, reist eine hochrangige Delegation, darunter der Bürgermeister Juan Antonio Amengual, die Stadträtin für Tourismus Elisa Monserrat sowie der Generaldirektor für Kommunikation und Tourismus Jaime Mora, nach Straßburg. Dort werden sie der europäischen Öffentlichkeit und Entscheidungsträgern die Transformation der Gemeinde vorstellen und ihre Erfolgsrezepte auf dem Weg zu einem nachhaltigen, ausgewogenen und regenerativen Tourismusmodell teilen. Wichtige Gespräche sind unter anderem mit Dubravka Šuica, der EU-Kommissarin für den Mittelmeerraum, und Jessika Roswall, der Kommissarin für Umwelt, Wasserresilienz und Kreislaufwirtschaft, geplant. Ziel dieser Treffen ist es, den Blick auf die besonderen Herausforderungen von Inselgemeinden wie Calvià zu lenken—etwa ihre geografische Isolation, die limitierte Ressourcennutzung und die ständige Belastung der Infrastruktur durch den Tourismus.
Ein weiterer zentraler Aspekt ist die Forderung nach flexibleren, praxisnäheren Verwaltungsabläufen, damit lokale Initiativen leichter Zugang zu Fördergeldern erhalten und innovative Projekte schneller umgesetzt werden können. Der Austausch in Straßburg dient somit nicht nur dem Werben für Calvià, sondern auch dem Fortschritt im europäischen Tourismusdenken.
Die Entscheidung naht: Im November erhalten die acht Finalisten, darunter Calvià, in Brüssel die Möglichkeit, ihre Vision vor einer europäischen Jury zu verteidigen. Die Entwicklungen bleiben spannend und zeigen den Willen der Gemeinde, aktiv die Zukunft des europäischen Tourismus zu gestalten.
Quelle: Agenturen





