Kontroversen um Batterie-Großprojekte auf Mallorca

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Die fortschreitende Energiewende macht auch vor Mallorca nicht halt: Ambitionierte Projekte zur Energiespeicherung durch Lithium-Ionen-Batterien stehen im Fokus aktueller Debatten. Besonders das Vorhaben „BESS Son Reus I“ in Bunyola sorgt für Aufmerksamkeit, nicht zuletzt wegen des enormen Investitionsvolumens von 21 Millionen Euro und der Speicherkapazität von 128,76 MWh.

Geplant sind 24 Batteriecontainer, für deren Errichtung auf bislang landwirtschaftlich genutzten Flächen erhebliche Eingriffe in die Landschaft vorgesehen sind. Die Anlage zählt mit einer Leistung von 39,48 MW zu den größten ihrer Art auf der Insel. Ihr Strom soll nicht nur Bunyola, sondern auch Marratxí und Palma zugutekommen. Im Vergleich dazu wirken andere Projekte der Insel, etwa in Pollença oder das kleinere Projekt „Polígono Capdepera BESS“ mit 13,44 MWh Kapazität und einer Investitionssumme von knapp 900.000 Euro, beinahe bescheiden.

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Kritik entzündet sich jedoch nicht allein am Umfang der Projekte, sondern insbesondere an der Zweckentfremdung landwirtschaftlicher Flächen für Energieinfrastruktur. Während Befürworter die Schlüsselrolle solcher Speicher bei der Integration erneuerbarer Energien im Stromnetz betonen, fürchten viele Anwohnende nachhaltige Veränderungen des Landschaftsbilds und der Raumordnung. Ähnlich geartete Anlagen in Gemeinden wie Santa Maria, Inca und Andratx haben bereits für erheblichen Diskussionsstoff gesorgt.

Diese Entwicklung wirft grundsätzliche Fragen auf: Wie kann Mallorca die Energiewende umsetzen, ohne dabei die Identität und Nutzbarkeit seiner ländlichen Räume zu gefährden? Die Antwort darauf dürfte maßgeblich bestimmen, wie und wo zukünftig nachhaltige Technik Einzug hält – und welchen Preis die Insel dafür bereit ist zu zahlen.

Quelle: Agenturen