Der spanische Regierungschef und Generalsekretär der PSOE, Pedro Sánchez, setzt im Vorfeld der kommenden Parlamentswahl ein starkes Zeichen: Sollte er weiterhin Ministerpräsident bleiben, wird er das Recht auf Abtreibung in der Verfassung verankern – ein deutlicher Schritt zur Stärkung der Selbstbestimmung der Frauen in Spanien.
Bei einer Vorwahlkampfveranstaltung in Granada betonte Sánchez nicht nur die Bedeutung des verfassungsrechtlichen Schutzes für das Recht auf Abtreibung, sondern stellte zudem klar, dass die Sterbehilfe „als große Errungenschaft“ bewahrt werden müsse. Zusätzlich versprach er, den branchenübergreifenden Mindestlohn auch weiterhin anzuheben, selbst ohne Einigung mit den Arbeitgeberverbänden.
Seine Ausführungen richteten sich vor allem an die progressiven Wähler*innen, mit dem Appell, ihre Stimme für den Erhalt und Ausbau der Rechte und Freiheiten am 29. November abzugeben. Sánchez warnte vor den Wahlversprechen der konservativen Konkurrenten PP und Vox, die seiner Meinung nach mehr Rück- als Fortschritt bedeuteten und das Land in vergangene Zeiten zurückversetzen würden.
Das Treffen wurde von rund 3.000 Menschen besucht und unterstrich die Bedeutung, weiterhin für soziale Gerechtigkeit einzustehen. Unterstützt wurde Sánchez dabei von Parteikolleg*innen wie María Jesús Montero und Pedro Fernández. Durch die Lesung eines Gedichts von Federico García Lorca erinnerte er außerdem an die Werte Spaniens – Vielfalt, Mut und Erinnerung.
Sánchez setzt darauf, mit einer Politik der soziale Errungenschaften, Rechte und Würde weiterhin breite Zustimmung zu gewinnen – ein Aufruf zur Mobilisierung für eine moderne, fortschrittliche Gesellschaft.
Quelle: Agenturen





