Die Kanarischen Inseln La Palma, La Gomera und El Hierro stehen oft im Schatten ihrer größeren Nachbarn – nicht nur geografisch, sondern auch verkehrstechnisch. Die spanische Regierung reagiert nun auf langjährige Forderungen und macht die Flugverbindungen zwischen diesen drei „grünen Inseln“ zur gemeinwirtschaftlichen Verpflichtung – ein Schritt von erheblicher Bedeutung für Einwohner und Besucher.
Bislang war es unmöglich, direkt von einer dieser Inseln zur anderen zu gelangen, ohne einen oft umständlichen Zwischenstopp auf Teneriffa einzulegen. Dieses System hat zu erheblichen Reisezeiten und eingeschränkter Mobilität geführt. Mit der Verpflichtung zum öffentlichen Dienst, kurz OSP, legt die Regierung Mindestanforderungen an Verbindungen und Preise fest. Damit sollen künftig Direktflüge gesichert werden, selbst wenn diese für Fluggesellschaften wenig profitabel erscheinen.
Wie genau die Umsetzung aussehen wird, bleibt noch offen. Es ist unklar, welche Airline die Strecken übernehmen wird, wie oft sie fliegen und mit welchen Preisen zu rechnen ist. Auch die Frage, ob eine Ausschreibung notwendig wird, ist noch unbeantwortet. Fest steht allerdings: Der Beschluss dient dazu, gleichwertige Mobilitätsrechte für die Bewohner der abgelegenen Inseln zu schaffen und den Tourismus – einen der wichtigsten Wirtschaftszweige der Region – gezielt zu fördern.
Solange die offiziellen Regelungen noch ausstehen, bleibt Reisenden vorerst nur der bewährte Weg über Teneriffa. Trotzdem ist die OSP ein erster, wichtiger Schritt zu einer besseren Verknüpfung der „Islas Verdes“ – und damit zu mehr Lebensqualität und Attraktivität der Kanaren abseits der touristischen Hauptströme.
Quelle: Agenturen





