Spanien präsentiert sich derzeit als mediterranes Sommerparadies – mitten im Herbst. Die Temperaturen knacken vielerorts die 30-Grad-Marke, insbesondere an der Küste und im Süden, wo das Phänomen Veroño, eine Verschmelzung aus Sommer (verano) und Herbst (otoño), das Lebensgefühl prägt. Doch der Schein trügt: Die Wettermodelle zeigen, dass diese stabile, sonnige Phase ab dem 30. Oktober ein abruptes Ende finden könnte.
Hauptverantwortlich für die andauernde Trockenheit ist ein kräftiges Hochdruckgebiet, das tiefe Luftdruckgebiete und Regenfronten von der Iberischen Halbinsel fernhält. Damit bleibt Spanien der trockenste Ort des Kontinents.
Besonders auffällig: In Regionen wie Alicante klettern die Temperaturen auf bis zu 30 Grad, und auch im Guadalquivir-Tal kann das Thermometer den Hochsommer widerspiegeln. Lediglich der Norden bleibt – zumindest punktuell – nicht ganz verschont von einzelnen Regenschauern.
Sturmtief „Austen“ brachte kürzlich an Spaniens Nordküste Wellen von bis zu acht Metern Höhe sowie Orkanböen; die Auswirkungen fielen jedoch deutlich geringer aus als in Nordeuropa.
Ab Ende Oktober könnten sich im Zuge eines Höhentiefs (Dana) massive Niederschläge an der Mittelmeerküste einstellen – dies birgt ein Risiko für kräftige Unwetter wie bereits im Oktober erlebt.
Der Einfluss des Meeres ist dabei nicht zu unterschätzen: Überdurchschnittlich warme Wassertemperaturen liefern zusätzliche Energie für mögliche spätherbstliche Gewitterlagen.
Während die Wettermodelle für die erste Novemberwoche noch mit Unsicherheiten behaftet sind, deutet vieles auf einen spannenden Wetterumschwung in Spanien hin. Die kommenden Tage entscheiden, ob das „verlängerte Sommerglück“ bestehen bleibt oder von herbstlichen Stürmen und dichterem Regen abgelöst wird.
Quelle: Agenturen




