Neue Standards für gesunde Ernährung in öffentlichen Einrichtungen

Lesedauer des Artikels: ca. 2 Minuten -

Mit dem kürzlich verabschiedeten Königlichen Dekret geht die Regierung einen konsequenten Schritt gegen den übermäßigen Konsum von stark verarbeiteten Lebensmitteln in öffentlichen und privaten Einrichtungen wie Krankenhäusern, Pflegeheimen und insbesondere Kindertagesstätten für Kinder im Alter von 0 bis 3 Jahren.

Kern des Gesetzes ist die ambitionierte Begrenzung von Fertiggerichten, frittierten Speisen sowie Lebensmitteln mit hohem Gehalt an gesättigten Fetten, Zucker oder zugesetztem Salz. Besonders für Minderjährige werden strengste Vorgaben erlassen: In Krankenhäusern und Krippen dürfen Kinder dieser Altersgruppe höchstens eine Portion Fertiggericht pro Monat erhalten. Für Erwachsene in Pflegeeinrichtungen sind maximal drei Portionen monatlich zulässig. Frittierte Speisen werden in sämtlichen Einrichtungen auf zwei Portionen pro Woche limitiert. Produkte mit hohen Zucker-, Fett- oder Salzgehalten werden aus den Speiseplänen für Kinder sogar vollständig gestrichen.

Lesetipp:  Österreich bietet 1.000 Euro "Rückreisegeld" für Syrer
--|- Bitte beachten Sie unsere Anzeigenpartner! -|-- Zwischen Meer & Tramuntana - Mallorcas geschützte Paradiese

Ein klarer Fokus liegt außerdem auf Frische, Saisonalität und Nachhaltigkeit. So müssen mindestens 90 % des gereichten Obstes und 30 % des Gemüses frisch und saisonal sein. Mindestens 10 % dieser Produkte stammen aus kurzen Vertriebswegen. Der tägliche Speiseplan sieht einen substanziellen Anteil an Obst und Gemüse vor, ebenso wie regelmäßigen Fischkonsum und einen erhöhten Anteil an Hülsenfrüchten sowie Vollkornprodukten. Daneben schreibt die Verordnung vor, dass mindestens ein Viertel der Ausgaben für Lebensmittel auf Bioprodukte entfallen muss – mit einer Übergangsphase von vier Jahren, in der ein Anteil von mindestens 10 % akzeptiert wird.

Auch der Verkauf über Automaten wird neu reglementiert: 70 % des Angebots müssen aus gesunden Lebensmitteln bestehen, während zuckerhaltige Getränke und Energydrinks stark eingeschränkt werden. Künftig sorgen zudem Wasserbrunnen in allen Einrichtungen für einen kostenlosen Zugang zu Trinkwasser. Das Gesetz includes zusätzliche Maßnahmen zur Reduktion von Lebensmittelverschwendung und zur Minimierung von Einwegplastik und Verpackungen.

Insgesamt setzt das Königliche Dekret klare Maßstäbe für gesunde und nachhaltige Ernährung, die insbesondere die Kleinsten schützen und gleichzeitig einen nachhaltigen Wandel im Versorgungssystem anstoßen.

Quelle: Agenturen