Ermittlungen gegen Ports IB: Bojenverträge im Fokus

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Die Vergabe und Verwaltung von Bojenverträgen durch die balearische Hafenbehörde Ports IB hat die Aufmerksamkeit von Justiz und Öffentlichkeit auf sich gezogen. Im Zentrum stehen Unregelmäßigkeiten rund um millionenschwere Aufträge, die eigentlich dem Schutz von Seegraswiesen (Posidonia) dienen sollten, nun jedoch strafrechtlich untersucht werden.

Ein Gericht in Palma hat führende Vertreter von Ports IB, darunter Generaldirektor Antoni Mercant, zu Verdächtigen erklärt. Ausgangspunkt der Ermittlungen ist eine Klage des Mittelmeer-Segelverbands, unterstützt von der Antikorruptionsstaatsanwaltschaft. Konkret geht es um die Vergabe eines Vertrags von über 5,8 Millionen Euro im November 2025 zur Erweiterung und Neuinstallation von Bojenfeldern – ein Verfahren, das zweimal von einem Verwaltungsgericht gestoppt, jedoch dennoch fortgesetzt wurde.

Der Verband beanstandet grobe Fehler im Ausschreibungs- und Veröffentlichungsverfahren.
Besonders umstritten ist die Ausweitung des Bojenfelds Formentor: Die Zahl der Bojen wurde um 50 Prozent erhöht, obwohl laut Verwaltungsgericht ein neues öffentliches Anhörungsverfahren nötig gewesen wäre.
Die Beschuldigten bestreiten jede Schuld und argumentieren mit der Dringlichkeit zum Schutz der Umwelt.
Ein Nebenaspekt betrifft einen Auftrag für Menorca, der letztlich zurückgezogen wurde, um Doppelausgaben zu vermeiden.

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Im Raum stehen schwerwiegende Vorwürfe: Ungehorsam gegenüber Gerichtsbeschlüssen, Amtsmissbrauch und der Verdacht auf Veruntreuung. Noch steht die Aussage des klagenden Verbands aus, die weitere Aufklärung verspricht. Ungeachtet des juristischen Ausgangs bleibt die Debatte um transparentes Verwaltungshandeln und stringenten Naturschutz auf den Balearen aktuell.

Quelle: Agenturen