Die Rückkehr des Wohnrechtscamps auf die Plaza de España in Palma auf Mallorca ist ein sichtbarer Beweis für den anhaltenden Widerstand gegen die Wohnungspolitik und die Folgen steigender Mieten auf Mallorca. Nachdem das Camp kürzlich gewaltsam auf polizeiliche Anordnung geräumt wurde, setzen die Aktivistinnen und Aktivisten ihr Zeichen: Sie bleiben, übernachten auf Pappkartons und machen unmissverständlich klar, dass ihr Protest weitergeht.
Die Räumung selbst warf zahlreiche Fragen auf. So wurde sie auf Anweisung des Bürgermeisters Jaime Martínez und unter Beteiligung von Emaya durchgeführt. Die Gruppe bewertet die Aktion als rechtswidrig und prüft juristische Schritte – insbesondere mit Verweis auf mutmaßlichen Amtsmissbrauch und Verletzung des Grundrechts auf Versammlung, das im Artikel 21 der spanischen Verfassung verankert ist. Zudem wurde der Verlust von Zelten, Ausrüstung und Spendengeldern beklagt. Die politische Dimension erhielt zusätzliche Schärfe durch Forderungen linker Oppositionsfraktionen nach einer Erklärung der Stadtregierung.
Trotz zwischenzeitlicher Verlegung ihres Treffens aufgrund von Regen ließen sich die Aktivisten nicht entmutigen: Nach einem gemeinsamen Abendessen kehrten sie zurück auf den Platz, um die Mobilisierung fortzusetzen. Ihr Plan ist ambitioniert: Ein „permanentes Biwak“ sowie die Vorbereitung auf einen Generalstreik am 11. November. Bereits am 8. November ist eine Volksversammlung geplant, um die nächsten Aktionen abzustimmen – und zwar explizit auf der Plaza de España, um den Protest mitten ins Zentrum von Palma zu tragen.
50 % niedrigere Mieten
Umwandlung der Sareb-Wohnungen in sozialen Wohnraum
Verbot spekulativer Käufe
Dauerhafte Mietverträge
Mit diesen Forderungen und ihrem entschlossenen Protest setzen die Aktivistinnen und Aktivisten ein Zeichen gegen die Wohnraumkrise – und bringen Fragen von sozialer Gerechtigkeit und städtischer Teilhabe wieder ins öffentliche Bewusstsein.
Quelle: Agenturen




