Die Region Pla de Mallorca treibt ein ehrgeiziges Projekt voran, um die Trinkwasserversorgung ihrer Gemeinden nachhaltig und zukunftssicher zu gestalten. Im Zentrum steht die Vernetzung der Versorgungsnetze von Sineu, Montuïri, Lloret de Vistalegre, Costitx und Algaida sowie des Ortsteils Pina. Diese Initiative wird durch einen Zuschuss des Consell de Mallorca im Rahmen des „Pacte per l’Aigua 2025“ unterstützt.
Ziel des Projekts ist es, ein robustes und flexibles System zu entwickeln, das eine effiziente Nutzung der Wasserressourcen ermöglicht – eine Notwendigkeit angesichts der wiederkehrenden trockenen Sommer. Zentraler Bestandteil ist der Ausbau eines Wasserreservoirs in Sineu, das als Knotenpunkt für das neue Netzwerk dient und von der Regionalregierung errichtet wird.
Die Umsetzung erfolgt stufenweise:
Phase I: Verbindungen vom neuen Wasserreservoir nach Sineu und Montuïri, inklusive des längsten Abschnitts von 6,8 km.
Phase II: Anbindung von Costitx, Lloret und weitere Ausbauten, die fast 9 km umfassen und bis auf 149 m Höhe reichen.
Zusätzliche Phasen sehen später die Einbindung von Pina und Algaida vor. Die Trassenführung dieser Leitungen ist noch in Planung.
Wichtig ist dabei: Nicht alle Gemeinden starten von ähnlichen Bedingungen. Während Orte wie Maria, Ariany und Petra bereits an das Hauptnetz angeschlossen sind, stehen andere noch vor dem Ausbau. Jede Kommune arbeitet parallel an eigenen Resilienzplänen, um auf Wasserknappheit und saisonal steigenden Bedarf zu reagieren. Besonders bemerkenswert ist das Engagement von Lloret, sein Netz mit einem privaten Anbieter zu verbinden, um die Versorgung und Wasserqualität zu erhöhen.
Mit dem klaren Fahrplan und der geplanten Fertigstellung bis Ende Juni 2027 setzt der Pla de Mallorca ein Zeichen für Nachhaltigkeit und regionale Zusammenarbeit. Während der ersehnte Anschluss an das übergeordnete Trinkwassernetz noch aussteht, geht die Region entschieden voran – zum Wohl ihrer Gemeinden und als Modell nachhaltiger Infrastrukturentwicklung.
Quelle: Agenturen



