Die Qualität und Menge des Grundwassers auf den Balearen verschlechtert sich zunehmend: Mehr als die Hälfte der Grundwasservorkommen erfüllt inzwischen nicht mehr die notwendigen Standards. Diese besorgniserregende Entwicklung betrifft vor allem die Inseln Mallorca, Menorca und Ibiza, wobei Mallorca mit etwa 45,3 Prozent einen etwas geringeren Anteil aufweist.
Die Ursachen für den schlechten Zustand des Grundwassers sind vielfältig. Zum einen sind niedrige Wasserstände ein ernstzunehmendes Problem, da sie die Verfügbarkeit des Wassers einschränken und ökologische Schäden verursachen können. Zum anderen spielen chemische Belastungen eine zentrale Rolle. Insbesondere sogenannte PFAS, langlebige und schwer abbaubare Chemikalien, belasten das Wasser zusätzlich. Diese „Ewigkeitschemikalien“ stammen häufig aus Alltagsgegenständen wie Teflonpfannen, wasserabweisender Kleidung oder Verpackungsmaterialien und gelangen über die Umwelt in den Wasserkreislauf.
Ein weiterer negativer Einflussfaktor ist das Eindringen von Meerwasser in das Grundwasser sowie eine zu intensive Wasserentnahme, die das natürliche Gleichgewicht stört. Obwohl aktuell kein flächendeckender Wassermangel droht, gelten die aktuellen Werte als deutliches Warnsignal für die langfristige Wasserversorgung der Region.
Um die Wasserversorgung auf den Balearen nachhaltig zu sichern, ist es entscheidend, sowohl die Verschmutzung zu reduzieren als auch den Wasserverbrauch zu kontrollieren. Nur so kann die Zukunft des kostbaren Grundwassers geschützt und eine nachhaltige Entwicklung der Inseln gewährleistet werden.
Quelle: Agenturen





