Der Kreml warf Kiew am Freitag (22.05.2026) vor, durch den Angriff auf ein Studentenwohnheim in der ukrainischen Region Luhansk, die 2022 von Russland annektiert wurde, ein „monströses Verbrechen“ begangen zu haben, bei dem mehrere Menschen ums Leben kamen.
„Ein monströses Verbrechen. Die Verantwortlichen für dieses Verbrechen müssen bestraft werden. Letztendlich muss das Regime in Kiew bestraft werden“, erklärte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow in seiner täglichen Telefonpressekonferenz.
Nach vorläufigen Informationen zählten die Rettungskräfte bislang vier Todesopfer bei dem Angriff ukrainischer Drohnen, die ein Studentenwohnheim in der Ortschaft Starobilsk in der Region Luhansk trafen. Peskow erklärte, dass „das Wichtigste jetzt darin besteht, die Trümmer zu beseitigen und denjenigen Hilfe zu leisten, die noch verschüttet sind“.
Die lokalen Behörden versichern jedoch, dass die Rettungskräfte aus Angst vor neuen Angriffen vorsichtig vorgehen, um mögliche Verschüttete aus den Trümmern zu bergen. Zudem warnen sie, dass das Feuer im Gebäude noch nicht unter Kontrolle ist und die Gefahr eines vollständigen Einsturzes besteht.
Heute Morgen teilte das russische Katastrophenschutzministerium mit, drei Personen gerettet zu haben, und schätzte die Zahl der Verschütteten auf etwa zwanzig.
Der pro-russische Regionalgouverneur Leonid Pasechnik behauptet seinerseits, dass sich zum Zeitpunkt des Angriffs 86 Jugendliche im Alter zwischen 14 und 18 Jahren dort befanden und die Zahl der Verletzten auf 39 Personen stieg. Die Bundesbehörden haben den Angriff als Terroranschlag eingestuft. „Die Terroristen greifen Kinder absichtlich und ungestraft an“, prangerte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, an, die nicht zögerte, den Angriff mit den Verbrechen des nationalsozialistischen Deutschlands zu vergleichen.
Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, dass die Luftabwehr in den frühen Morgenstunden 217 ukrainische Drohnen abgeschossen habe, wobei diese Zahl diejenigen nicht einschließt, die in den annektierten ukrainischen Gebieten – mit Ausnahme der Halbinsel Krim – abgefangen wurden. Neben der Intensivierung der Angriffe mit Langstrecken-Drohnen auf russischem Gebiet hat Kiew in den letzten Wochen laut Experten und Militärbloggern auch begonnen, die feindlichen Nachschublinien in den besetzten ukrainischen Gebieten anzugreifen.
Quelle: Agenturen




