Die jüngsten Angriffe auf den internationalen Flughafen König-Khalid in Riad verdeutlichen die angespannte Sicherheitslage auf der arabischen Halbinsel. Am vergangenen Sonntag (11.10.2026) traf ein Geschoss das Terminal 4 und forderte das Leben eines pakistanischen Staatsangehörigen, während elf weitere Menschen verletzt wurden. Insgesamt gab es an diesem Wochenende drei Attacken, bei denen 16 Menschen starben und Hunderte verletzt wurden.
Verantwortlich gemacht werden die Huthi-Rebellen aus dem Jemen, die von Iran unterstützt werden. Diese Gruppe, die gegen die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition und die international anerkannte jemenitische Regierung kämpft, hat in den letzten Wochen wiederholt Drohnen- und Raketenangriffe auf zivile und militärische Ziele in Saudi-Arabien für sich beansprucht. Die Attacken trafen nicht nur Flughäfen, sondern richteten sich auch gegen Energieanlagen und andere kritische Infrastrukturen.
Die Eskalation erreichte einen neuen Höhepunkt, nachdem auch der Flughafen Sanaa im Jemen Ziel von Luftangriffen der saudisch geführten Koalition wurde. Diese Vergeltungsschläge sind Teil eines größeren Machtkampfes, in dem regionale Akteure wie Iran und Saudi-Arabien um Einfluss ringen. Auch pro-iranische, bewaffnete Gruppen außerhalb der Huthis haben in letzter Zeit Angriffe auf saudisches Territorium verübt.
Solche Vorfälle unterstreichen die Zerbrechlichkeit der Sicherheit in der Region und die Gefahren für Zivilisten, die oft zwischen die Fronten geraten. Der Konflikt bleibt komplex und birgt das Risiko, sich weiter auszubreiten – eine nachhaltige Lösung ist bislang nicht in Sicht.
Quelle: Agenturen




