Die Außenminister derArabischen Liga werden am kommenden Sonntag (29.03.2026) eine Videokonferenz abhalten, die sich darauf beschränken wird, eine einheitliche Reaktion auf die iranischen Raketen- und Drohnenangriffe gegen zivile Einrichtungen und Energieanlagen in den Mitgliedstaaten der panarabischen Organisation im Persischen Golf zu erörtern und zu konkretisieren.
Wie Quellen der aus 22 Staaten bestehenden Liga gegenüber EFE mitteilten, handelt es sich um eine ordentliche Sitzung, die ursprünglich zur Vorbereitung der Tagesordnung eines bevorstehenden arabischen Gipfeltreffens sowie zur Erörterung anderer Themen und Konflikte im Nahen Osten, wie beispielsweise in Gaza, angesetzt war, doch „wurde vereinbart, die Debatte über alle Fragen zu verschieben und sich auf die iranischen Angriffe zu konzentrieren“.
Es handelt sich um die zweite panarabische Ministerkonferenz, die sich seit der außerordentlichen Online-Sitzung der Außenminister der Liga am 8. März ausschließlich mit diesem Thema befasst; diese war auf Antrag von Saudi-Arabien, Kuwait, Katar, Oman, Bahrain sowie Ägypten und Jordanien einberufen worden.
Bei diesem Treffen wies der stellvertretende Generalsekretär der panarabischen Organisation, Hossam Zaki, darauf hin, dass die iranischen Angriffe mehrere Nachbarstaaten des Persischen Reiches „überrascht“ hätten, während der oberste Vertreter der Liga, Ahmed Abulgheit, die Raketenangriffe als „unbegründete Eskalation“ verurteilte und erklärte, es handele sich um einen „Fehler“, den der Iran „unverzüglich korrigieren“ müsse.
Seit Beginn des Krieges zwischen den USA, Israel und dem Iran vor einem Monat verfolgt die iranische Revolutionsgarde eine Strategie massiver Vergeltungsmaßnahmen nicht nur gegen Israel, sondern auch gegen ihre arabischen Nachbarn am Golf, die US-Militärstützpunkte beherbergen.
Die Hunderte von Drohnen und Raketen, die bisher abgefeuert wurden, zielten größtenteils auf zivile Einrichtungen und Energieanlagen ab, einschließlich Öl- und Gasfelder sowie -lagerstätten in den arabischen Nachbarländern, wo schätzungsweise 25 Menschen ums Leben gekommen sind; doch abgesehen von den menschlichen Opfern scheint es klar zu sein, dass der wirtschaftliche Schaden das strategische Ziel Teherans ist.
Saudi-Arabien, Katar, Kuwait, Bahrain, Oman und Kuwait, die das wirtschaftliche und politische Bündnis des Golf-Kooperationsrats (GCC) bilden, spielen aufgrund ihres Status als große Produzenten und Exporteure von Erdöl und Erdgas eine zentrale Rolle in der Weltwirtschaft.
Quelle: Agenturen





