Die Europäische Zentralbank hat erneut betont, dass es sinnvoll ist, immer einen kleinen Betrag an Bargeld zu Hause zu haben. Nach Ansicht der Institution kann dies in Notfällen wichtig sein, in denen digitale Zahlungen vorübergehend nicht funktionieren. Auch die Bank von Spanien hat diesen Rat bereits gegeben.
Heutzutage werden immer mehr Zahlungen mit Bankkarten, Smartphones oder Online-Systemen getätigt. Experten warnen jedoch davor, dass diese Systeme nicht immer verfügbar sind. Bei Stromausfällen, Cyberangriffen oder technischen Problemen können Geldautomaten, Zahlungsterminals und Online-Banking-Dienste vorübergehend ausfallen.
Aus diesem Grund empfiehlt die Europäische Zentralbank, zu Hause einen kleinen Bargeldvorrat anzulegen. Dabei geht es nicht um große Beträge, sondern um einen Betrag, mit dem man einige Tage lang grundlegende Ausgaben wie Lebensmittel, Medikamente oder Transport bezahlen kann.
Nach aktuellen Empfehlungen würden etwa 70 bis 100 Euro pro Person ausreichen, um etwa drei Tage lang die wesentlichen Kosten zu decken. Dies wird als die Zeit angesehen, die erforderlich ist, um die meisten Störungen in Zahlungssystemen zu beheben.
Die Empfehlung basiert auf Erfahrungen aus jüngsten Krisen. Denken Sie an die Pandemie, den Krieg in der Ukraine und Stromausfälle, bei denen elektronische Zahlungen vorübergehend nicht möglich waren. In solchen Situationen erweist sich Bargeld oft als die einzige direkte Zahlungsmethode.
Die Europäische Zentralbank betont, dass Bargeld nicht als Ersatz für Bankkonten gedacht ist. Vielmehr sollen beide Systeme nebeneinander bestehen bleiben. Durch das Anlegen einer kleinen Bargeldreserve können Haushalte besser mit unerwarteten Problemen umgehen.
Gleichzeitig weist die Bank darauf hin, dass Bargeld nach wie vor eine wichtige Rolle im Finanzsystem spielt. Es funktioniert ohne Internet oder Strom und kann daher eine wichtige Reserve sein, wenn digitale Systeme vorübergehend ausfallen.
Quelle: Agenturen




