Die Region Pla de Mallorca steht vor einer ernsthaften Wasserkrise: Der Grundwasserspiegel ist innerhalb eines Monats um alarmierende 13 Meter gesunken. Diese dramatische Entwicklung wird vor allem durch einen übermäßigen Wasserverbrauch verursacht, der in den vergangenen Wochen deutlich zugenommen hat.
Die Mancomunitat, ein Zusammenschluss von 14 Gemeinden, hat daher einen dringenden Appell an die Bevölkerung gerichtet, um das Bewusstsein für die Knappheit dieser kostbaren Ressource zu schärfen und zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Wasser aufzurufen.
Die Präsidentin der Mancomunitat del Pla, Joana Maria Pascual, betont, dass die Grundwasserleiter dem wachsenden Druck nicht mehr standhalten können. Besonders betroffen sind die Gemeinden Montuïri, Algaida, Lloret und Santa Eugènia, wo der Verbrauch durch private Schwimmbäder, Gartenbewässerung und Terrassenpflege stark angestiegen ist.
Pascual warnt, dass die Lage von Jahr zu Jahr schlimmer wird und nur durch eine beschleunigte Fertigstellung der Entsalzungsanlagen entschärft werden kann. Neue Brunnen allein seien keine realistische Lösung.
Vor diesem Hintergrund hat die Mancomunitat die Kampagne „Sense aigua, no hi ha Pla“ (Ohne Wasser gibt es keinen Pla) gestartet. Diese Initiative soll die Menschen dazu motivieren, ihren Wasserverbrauch zu überdenken und durch einfache Sparmaßnahmen einen Beitrag zu leisten. Besonders die „100-Liter-Herausforderung“ fordert jeden Bürger auf, seinen täglichen Wasserverbrauch auf 100 Liter zu begrenzen – eine Menge, die als ausreichend gilt, um den Alltag zu bewältigen.
Die Kampagne nutzt soziale Medien, um die Dringlichkeit des Problems zu vermitteln und positive Verhaltensänderungen zu fördern. Angesichts des steigenden Verbrauchs in den Sommermonaten, wenn die Bevölkerung durch Touristen wächst, ist ein verantwortungsvoller Umgang mit Wasser entscheidend, um die lebenswichtigen Grundwasserreserven zu schützen und eine nachhaltige Versorgung für die Zukunft zu sichern.
Quelle: Agenturen





