Diese Erkenntnisse stammen aus dem Bericht „Viajar con movilidad reducida“ der Fundación Mutua de Propietarios, der auf 2.300 Befragungen basiert. Die Studie bewertet die Barrierefreiheit von Hotels, Ferienwohnungen, Campingplätzen und touristischen Zielen mit einer Durchschnittsnote von 5,5 von 10 – gerade noch ausreichend. Die Bewertung variiert stark je nach Unterkunftsart und Reiseziel, was für die 2,4 Millionen Spanier mit körperlicher Behinderung oft den Ausschlag gibt, ob ein Urlaub überhaupt möglich ist.
Für Betroffene sind die Herausforderungen groß: Die Buchung eines Zimmers erfordert umfassende Recherche zu Türbreiten, Schwellen, Aufzugsgrößen und der Nutzbarkeit von Badezimmern. Fehlende oder unklare Informationen führen häufig dazu, dass Reisen abgesagt werden.
Hotels erhalten mit 3,59 von 4 Punkten die beste Bewertung, gefolgt von Ferienwohnungen, während Campingplätze am schlechtesten abschneiden. Städtische Reiseziele sind dank Infrastruktur tendenziell barrierefreier als Naturräume, in denen Strände und Wanderwege oft schwer zugänglich sind.
Diese Situation verdeutlicht, wie entscheidend Barrierefreiheit für Inklusion und Selbstständigkeit im Tourismus ist. Ohne bessere Anpassungen bleiben Urlaubsträume für viele Menschen unerfüllt – ein Appell an Gesellschaft und Branche, Barrieren konsequent abzubauen und Reisen für alle zugänglich zu machen.
Quelle: Agenturen





