Der chinesische Automobilhersteller BYD baut sein Engagement in Europa weiter aus und plant, über seine Premiummarke Denza ein flächendeckendes Netz von 300 ultraschnellen Ladestationen in Spanien zu errichten. Diese Ladestationen ermöglichen es, ein Elektroauto in nur neun Minuten von 10 auf 97 Prozent aufzuladen – eine bemerkenswerte Entwicklung im Bereich der Elektromobilität.
Die Ladestationen verfügen über eine Leistung von 1.500 kW, was weit über den derzeit üblichen 150 bis 350 kW in Spanien liegt. Damit kann beispielsweise das neue Modell Denza Z9GT in fünf Minuten auf 70 Prozent Ladung und in neun Minuten auf 97 Prozent gebracht werden. Jede Station ist mit zwei 400-kWh-Backup-Batterien ausgestattet, was den Betrieb auch an Standorten mit geringer Netzkapazität ermöglicht. Das System nutzt den europäischen CCS2-Stecker, sodass Elektroautos aller Marken geladen werden können.
Preislich bleibt das Laden attraktiv: Unter 50 Cent pro Kilowattstunde ist der Tarif günstig im Vergleich zu bestehenden Schnellladestationen. Kunden, die bis Ende September 2026 einen Denza kaufen, erhalten zudem 18 Monate kostenlosen Zugang zum „Flash Charging“. Das neue Modell Z9GT tritt als sportlicher Konkurrent zum Porsche Taycan an und bietet eine Reichweite von bis zu 800 Kilometern.
BYD verzeichnet in Spanien einen rasanten Aufstieg. Im Mai 2026 meldete das Unternehmen einen Rekord von 4.518 Neuzulassungen und erreichte den sechsten Platz bei Privatkäufern. Mit über 50.000 verkauften Fahrzeugen seit dem Markteintritt im März 2023 wächst BYD schneller als jede andere neue Marke zuvor. Chinesische Hersteller gewinnen insgesamt zunehmend Marktanteile in Spanien, was die Zukunft der Elektromobilität in Europa maßgeblich beeinflusst.
Die ersten Denza Z9GT werden voraussichtlich Ende Juli 2026 ausgeliefert, während das Ladenetz bis Ende 2027 voll funktionsfähig sein soll. BYD setzt damit nicht nur auf preiswerte Fahrzeuge, sondern auch auf eine eigene leistungsstarke Ladeinfrastruktur, die das E-Auto-Erlebnis in Spanien deutlich verbessern könnte.
Quelle: Agenturen




