Chinas Stellungnahme zur US-Politik gegenüber Kuba

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Die jüngsten Entwicklungen im Verhältnis zwischen den Vereinigten Staaten und Kuba werfen erneut ein Schlaglicht auf die empfindlichen geopolitischen Spannungen in der westlichen Hemisphäre. Nachdem in Florida ein Haftbefehl gegen den ehemaligen kubanischen Präsidenten Raúl Castro erlassen worden ist, meldet sich China bemerkenswert deutlich zu Wort.

Die Sprecherin des chinesischen Außenministeriums, Mao Ning, verurteilte auf einer regulären Pressekonferenz am Mittwoch (21.10.2026) den „Missbrauch juristischer Mittel“, um politischen Druck auf Kuba auszuüben. Sie betonte die hohe Wertschätzung für Raúl Castro als kubanischen Revolutionsführer und betonte Chinas „entschiedene Unterstützung“ für Kuba bei der Wahrung seiner nationalen Souveränität.

China forderte die USA auf, nicht nur die juristische Verfolgung Castros zurückzunehmen, sondern auch die wirtschaftliche „Blockade“ gegen Kuba umgehend zu beenden. Diese Maßnahmen verletzten, so Peking, das Recht des kubanischen Volkes auf Existenz und Entwicklung und behinderten die soziale und wirtschaftliche Lage der Insel nachhaltig.

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Kontext ist eine erneute juristische Aufarbeitung der Ereignisse von 1996, als zwei Kleinflugzeuge einer exilkubanischen Organisation von der kubanischen Luftwaffe abgeschossen wurden. Der in Florida ausgestellte Haftbefehl wirft dem heute 95-jährigen Castro Verschwörung zum Mord vor. Während US-Stellen sich auf das Recht berufen, setzen Kuba und seine Verbündeten – allen voran China – auf politische Solidarität und Verurteilung der US-Maßnahmen.

Dieses Vorgehen reflektiert nicht nur die andauernden Spannungen zwischen Washington und Havanna, sondern demonstriert auch, wie andere Großmächte wie China mehr Gewicht in die internationale Diskussion um Souveränität, Recht und geopolitischen Einfluss einbringen. Angesichts der wachsenden Multipolarität dürfte dieser Fall die Debatte über internationale Normen und politische Einmischung weiter befeuern.

Quelle: Agenturen