Consell de Mallorca senkt Abfallgebühr

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Der Consell de Mallorca hat eine bedeutende finanzielle Unterstützung in Höhe von 41,5 Millionen Euro an das Müllverbrennungsunternehmen Tirme bewilligt. Ziel dieser Maßnahme ist es, die Gebühr für die Müllverbrennung um 10 % zu senken, wodurch der Preis pro Tonne von bisher 115 Euro auf 104 Euro fällt. Ohne diese Zuwendung hätte der Consell die Gebühren anheben müssen, obwohl der Präsident, Llorenç Galmés, eine generelle Senkung versprochen hatte.

Diese neue Finanzspritze stammt aus dem Haushaltsüberschuss des Consell und ergänzt die bereits bestehenden 60 Millionen Euro an Subventionen für die Abfallgebühren. Trotz zusätzlicher Einnahmen von Tirme durch den Abfalltransport aus Ibiza reichten die bisherigen Mittel nicht aus, um eine Gebührenerhöhung zu verhindern, weshalb nun die direkte Unterstützung beschlossen wurde.

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Die Entscheidung trifft jedoch auf deutliche Kritik der Opposition. Die sozialistische Sprecherin Catalina Cladera nennt die Zuwendung „inakzeptabel“ und fordert stattdessen Investitionen in Wohnungsbau, Pflege und Obdachlosenhilfe. Auch die Partei Més sieht die Politik als gescheitert an: Trotz des Versprechens der PP, die Müllgebühren zu senken, habe man nun nicht nur die Müllimporte erhöht, sondern auch erneut Millionen an öffentlichen Geldern investiert, ohne das grundlegende Problem des Müllsystems zu lösen. Die Umweltbelastung für Mallorca sei dadurch sogar gestiegen.

Zusammenfassend zeigt sich, dass die finanzielle Unterstützung zwar kurzfristig eine Gebührensenkung ermöglicht, jedoch langfristig grundlegende Herausforderungen im Abfallmanagement und der Umweltverträglichkeit ungelöst bleiben. Die Debatte um die Verwendung öffentlicher Mittel und die Nachhaltigkeit des Modells wird damit weiter an Bedeutung gewinnen.

Quelle: Agenturen