Cyberangriffe auf Supermärkte in Niederlande, Belgien und Frankreich

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Cyberangriffe auf die Infrastruktur des Einzelhandels gehören längst nicht mehr zur Science-Fiction. Ein Vorfall in Frankreich, bei dem Hacker die Temperaturregelung von Hunderten Supermärkten manipulierten, gibt Anlass zur Sorge – nicht nur vor Ort, sondern auch in Nachbarländern wie den Niederlanden, Belgien und Spanien.

Unbekannte drangen am 11. und 12. Oktober in die Steuerungssysteme von Danfoss-Kühlgeräten ein. In mehr als 300 Filialen – darunter Intermarché, Netto, E.Leclerc und Carrefour – stiegen die Temperaturen in Kühltruhen auf bis zu 50 Grad. Die gezielt ausgelösten Abtauzyklen führten beim Verderb frischer und tiefgekühlter Waren zu massiven Lieferausfällen. Besonders brisant: Die betroffenen Regler erhalten keine Sicherheitsupdates mehr. Wie genau sich die Angreifer Zugang verschafften, bleibt offen.

Fast zeitgleich kämpfte der niederländisch-belgische Konzern Ahold Delhaize mit eigenen IT-Problemen. Websites, Apps und der Lieferservice von Albert Heijn waren zeitweise nicht erreichbar, Delhaize in Belgien meldete Störungen. Im Unterschied zu Frankreich blieb die Kühlkette jedoch intakt, Kassen funktionierten weiter. Ob auch hier Cyberkriminelle am Werk waren, bleibt unklar.

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In Spanien zeigen sich bislang keine direkten Auswirkungen dieses Angriffs auf Supermärkte. Zwar war Alcampo im August 2024 Opfer eines Angriffs, jedoch ging es dort nicht um Kühlanlagen, sondern um die Vertriebssysteme. Trotz wachsender Bedrohung und steigender Anzahl an Cybervorfällen gibt es keine Hinweise, dass spanische Filialen von der aktuellen Sabotage betroffen sind.

Die Vorfälle verdeutlichen, wie verwundbar auch alltägliche Infrastruktur durch Cyberangriffe geworden ist. Während Frankreichs Supermärkte mit gravierenden Folgen kämpften, griff die Störung in den Niederlanden, Belgien und Spanien nicht auf die Kühlversorgung über. Dennoch bleibt der Fall eine Warnung: Die Absicherung kritischer Systeme ist dringlicher denn je.

Quelle: Agenturen