„Das unmögliche Wohnen: Von der unerschwinglichen Miete zur Überlebensmiete“

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Wohnen auf den Balearen – einst Inbegriff mediterranen Lebensgefühls – wird für viele Bewohnerinnen und Bewohner zunehmend zur finanziellen Zerreißprobe. Angesichts sprunghaft gestiegener Immobilienpreise und einem explodierenden Mietmarkt stehen viele Mieterinnen und Mieter vor einer kaum lösbaren Aufgabe: dem Zugang zu bezahlbarem Wohnraum.

Eine aktuelle Studie, präsentiert von der Stiftung Foessa und Cáritas España, zeichnet ein eindringliches Bild: 86,8 % aller Mieter auf den Balearen verfügen nicht über das notwendige Einkommen, um selbst eine Immobilie zu erwerben – das heißt, nur jede achte mietende Person wäre überhaupt finanziell dazu in der Lage. Noch drastischer wird die Lage, wenn man die laufenden Wohnkosten betrachtet: Fast die Hälfte der Bevölkerung (48,7 %) ist nicht in der Lage, die Mietkosten auf nachhaltige Weise – also ohne dass sie mehr als 30 % ihres Einkommens verschlingen – zu begleichen.

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Die Ursachen für diese Entwicklung sind vielfältig, doch der erhebliche Anteil an touristischen Vermietungen trägt maßgeblich dazu bei. Immerhin entfallen 26,8 % des Mietangebots allein auf kurzfristige Ferienwohnungen. Das erschwert nicht nur den Zugang für die lokale Bevölkerung, sondern verschärft auch die soziale Spaltung: Um überhaupt ein Eigenheim finanzieren zu können, wären durchschnittliche Ersparnisse von 68.387 Euro und ein monatliches Mindesteinkommen von 4.091 Euro erforderlich. Selbst für eine Mietwohnung benötigt man bereits ein Minimum von 2.205 Euro im Monat, um als finanziell stabil zu gelten.

Die Balearen stehen exemplarisch für globale Trends urbaner Räume – dem Spannungsfeld zwischen attraktiven Standorten für Tourismus und Wirtschaft einerseits und den Lebensrealitäten der lokalen Bevölkerung andererseits. Wer künftig das Gleichgewicht erhalten will, muss innovative Lösungen finden, um Wohnen wieder als Grundrecht und nicht als Luxus zu begreifen.

Quelle: Agenturen