Deutlicher Anstieg von Hitzetoten in spanischen Städten

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In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Zahl der hitzebedingten Todesfälle stark erhöht, wobei im Sommer seit Mai 5.434 solcher Fälle registriert wurden, wie das nationale Sterbefall-Überwachungssystem MoMo berichtet.

Diese Entwicklung ging aus einem aktuellen Bericht von Lancet Countdown Europe hervor, der in Barcelona vorgestellt wurde. Die Studie zeigt, dass die hitzebedingte Sterblichkeit in spanischen Städten im Zeitraum von 2015 bis 2024 im Vergleich zu den 1990er Jahren um durchschnittlich 95,4 Prozent gestiegen ist. In Castellón de la Plana war der Zuwachs noch drastischer, mit einer Erhöhung von 563,5 Prozent.

Die Definition von “Hitzetod” basiert nicht auf individuellen Sterbeurkunden, sondern auf statistischen Schätzungen des Überwachungssystems, das die tägliche Sterberate mit historischen Durchschnittswerten vergleicht. Meist verstärkt Hitze bestehende gesundheitliche Probleme und führt selten direkt zum Tod.

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Spanische Städte heizen sich durch den städtischen Wärmeinseleffekt schneller auf als ländliche Gebiete. Zwischen 2003 und 2020 war die Temperatur in Städten wie Granada an vielen Tagen deutlich höher als im Umland.

Etwa ein Drittel der städtischen Bevölkerung gehört zu den hitzeempfindlichsten Gruppen, wobei die Infrastruktur noch nicht ausreichend an die steigenden Temperaturen angepasst ist. Empfohlen wird eine bessere Begrünung, da Bäume nachweislich zur Abkühlung beitragen können. Derzeit erreicht nur ein kleiner Prozentsatz der Städte die empfohlenen 30 Prozent Baumbedeckung.

Obwohl die Treibhausgasemissionen und die durch Feinstaub verursachte Sterblichkeit in spanischen Städten gesunken sind, bleibt der Handlungsbedarf in der Anpassung der urbanen Infrastruktur groß. Auch europaweit nimmt die Zahl der hitzebedingten Todesfälle weiter zu, insbesondere im Süden des Kontinents.

Quelle: Agenturen