DGT führt die „multa exprés“ ein

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Die spanische Verkehrsbehörde DGT hat ein neues System eingeführt, das es Verkehrssündern ermöglicht, ihre Bußgelder viel schneller zu erhalten. Dieses neue System namens „multa exprés“ stellt sicher, dass die Bußgelder den Zuwiderhandelnden innerhalb von 48 Stunden erreichen. Mit dieser Maßnahme will die DGT den Sanktionsprozess beschleunigen und gleichzeitig Verwaltungskosten und Wartezeiten reduzieren.

Der traditionelle Prozess des Versands von Bußgeldern dauerte oft Tage oder sogar Wochen. Die DGT hat nun jedoch ein schnelleres Verfahren entwickelt, das digitale Ressourcen und automatisierte Prozesse nutzt. Dies bedeutet, dass Verstöße sofort nach ihrer Entdeckung bearbeitet werden können und die Daten direkt an die zuständigen Behörden weitergeleitet werden. Dadurch wird der papierbasierte Prozess fast vollständig umgangen.

Ein wichtiger Teil dieser Änderung ist die Nutzung digitaler Kommunikationskanäle. Wer bei der Dirección Electrónica Vial (DEV) registriert ist, erhält seine Bußgelder direkt per E-Mail oder in seinem digitalen Postfach. Für diejenigen, die dieses System noch nicht nutzen, bleibt die Benachrichtigung in Papierform vorerst in Gebrauch, aber die DGT will auch diese langfristig abschaffen. Ziel ist es, alle Bußgelder vollständig digital zu versenden.

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Die DGT betont, dass dieses System nicht nur schneller funktioniert, sondern auch vorteilhafter für den Zuwiderhandelnden sein kann. Wird das Bußgeld innerhalb einer bestimmten Frist bezahlt, wird häufig ein Rabatt von 50 Prozent gewährt. Dank der schnellen Zustellung des Bußgeldbescheids hat der Zuwiderhandelnde eine klarere Vorstellung von der Höhe des Betrags und kann schneller von dem Rabatt profitieren.

Darüber hinaus erwartet die DGT, dass diese Maßnahme zu mehr Verkehrssicherheit beiträgt. Durch die sofortige Zustellung des Bußgeldbescheids sind sich die Fahrer schneller ihres Vergehens und seiner Folgen bewusst. Dies könnte zu einem vorsichtigeren Fahrverhalten führen.
Vorerst ist die „multa exprés“ hauptsächlich für kleinere Verkehrsdelikte wie Geschwindigkeitsüberschreitungen oder Parkverstöße gedacht. Schwerwiegendere Fälle werden weiterhin in einem umfangreicheren Verfahren behandelt, da dies oft mehr Untersuchungen und Unterlagen erfordert.

Die Dirección Electrónica Vial (DEV) der spanischen Verkehrsbehörde (DGT) ist ein elektronisches System für den Empfang von verkehrsbezogenen Mitteilungen und Bußgeldern. Dieses System ist mit in Spanien zugelassenen Fahrzeugen verknüpft. Daher ist es nicht möglich, Fahrzeuge mit ausländischen Kennzeichen für die DEV zu registrieren.

Allerdings ist es für ausländische Fahrzeuge, die Spanien besuchen, wichtig, die örtlichen Vorschriften zu kennen, wie z.B. Umweltzonen in Städten wie Barcelona und Madrid. In diesen Städten müssen Fahrzeuge bestimmte Emissionsstandards erfüllen und müssen sich möglicherweise registrieren, um in emissionsarme Zonen einfahren zu dürfen. Diese Registrierungen sind unabhängig von der DEV und dienen speziell dazu, den Verkehr auf der Grundlage der Umweltleistung zu regeln.

Aus diesem Grund ist es für Besitzer von Fahrzeugen mit ausländischen Kennzeichen nicht möglich, sich für die DEV zu registrieren. Sie müssen die spezifischen lokalen Vorschriften und Registrierungen einhalten, die für ihre Situation gelten.

Quelle: Agenturen