Erste Fälle von Afrikanischer Schweinepest in Spanien bestätigt

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Die spanischen Behörden haben bestätigt, dass zwei Fälle von Afrikanischer Schweinepest (PPA) bei Wildschweinen in der Nähe von Bellaterra (Barcelona) festgestellt wurden. Die Tiere, die am 26. November gefunden wurden, wurden von offiziellen Veterinärdiensten getestet, woraufhin das Virus vom Laboratorio Central de Veterinaria de Algete bestätigt wurde.

Es handelt sich um die ersten bestätigten Fälle in Spanien seit November 1994, nachdem jahrelang an der Ausrottung der Krankheit gearbeitet wurde. Nach Angaben der Organisation INTERPORC wird in einem Umkreis von 20 Kilometern um das Gebiet eine Kontrollzone eingerichtet. Fast 40 Schweinezuchtbetriebe innerhalb dieser Zone unterliegen Einschränkungen ihrer Aktivitäten.

Die Behörden betonen, dass die PPA für Menschen nicht gefährlich ist. Das Virus verbreitet sich nur über Schweine und Wildschweine und nicht über Lebensmittel oder direkten Kontakt. Aufgrund der schnellen Ausbreitung und der hohen Sterblichkeit bei Schweinen gelten jedoch strenge Maßnahmen gemäß den europäischen Vorschriften.

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Zur Unterstützung der Wundheilung

Es wurden strenge Protokolle angekündigt, wie z.B. die Suche und sichere Beseitigung von Kadavern, ein vorübergehendes Jagdverbot und strengere Biosicherheitsmaßnahmen in Schweinezuchtbetrieben. Auch der Transport von Tieren wird zusätzlich kontrolliert, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Die Entdeckung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die EU bereits seit längerem über die Ausbreitung von PPA in Wildschweinpopulationen besorgt ist. Diese Tiere können über Jahre hinweg eine Infektionsquelle bleiben, auch wenn kommerzielle Betriebe frei von dem Virus sind.

Die spanischen Behörden untersuchen derzeit, woher die Infektion stammt. Sie rufen alle dazu auf, verdächtige Fälle oder ungewöhnliche Todesfälle bei Wildschweinen oder Hausschweinen unverzüglich zu melden, damit der Ausbruch schnell eingedämmt werden kann.

Quelle: Agenturen