Während die Lebenshaltungskosten steigen, bleibt der Urlaub im Ferienhaus preislich recht stabil. Drei Viertel aller Vermieter erhöhen entweder gar nicht oder nur minimal im niedrigen einstelligen Bereich. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Portals Holidu (www.holidu.de) unter mehr als 1.000 Gastgebern in Deutschland. Mit einem Durchschnittspreis von 149 Euro pro Nacht bleibt Deutschland zudem deutlich günstiger als beliebte Mittelmeer-Ziele wie Spanien oder Italien.
Steigende Kosten, aber nur begrenzte Preisanpassungen
59 Prozent der befragten Vermieter wollen ihre Preise 2026 nicht erhöhen. 41 Prozent wollen ihre Preise anpassen. Die geplanten Aufschläge fallen überwiegend niedrig bis moderat aus: 14 Prozent erhöhen um bis zu drei Prozent, 12 Prozent um vier bis fünf Prozent. Preissprünge von mehr als zehn Prozent bleiben die Ausnahme.
Gestiegene Kosten für Energie, Reinigung und Instandhaltung sind der wichtigste Grund für Preiserhöhungen. 77 Prozent der Vermieter, die ihre Preise anheben, führen diese Ausgaben an. Weitere nennen die Angleichung an regionale Marktpreise sowie Investitionen in Ausstattung oder Renovierung.
Michelle Schwefel, Geschäftsstellenleiterin des Deutschen Ferienhausverbands: „Wir beobachten seit Jahren, dass Vermieter trotz steigender Energie- und Instandhaltungskosten die Mietpreise stabil halten oder nur moderat erhöhen. Das spricht für eine Branche, die Preisanpassungen mit Augenmaß vornimmt und dabei sehr genau auf Nachfrage und Wettbewerbsfähigkeit achtet.“
Feste Preise geben Planungssicherheit
Wer früh bucht, weiß in Deutschland meist genau, was er zahlt: 46 Prozent der Vermieter verlangen laut der Umfrage das ganze Jahr denselben Preis, ein weiteres Drittel passt die Tarife lediglich zur Haupt- und Hochsaison an.
Dynamische Preissysteme, bei denen sich Tarife laufend an Nachfrage und Auslastung anpassen, nutzen hierzulande nur wenige Gastgeber. In Italien und Spanien ist das anders: Dort arbeiten 15 beziehungsweise 14 Prozent der Vermieter mit flexiblen Preismodellen.
Heike Müller, Pressesprecherin bei Holidu: „Hier liegt noch Potenzial für Vermieter. Flexible Preise können helfen, freie Zeiträume besser auszulasten. Kurzfristige Anpassungen ermöglichen es, zusätzliche Gäste anzusprechen.“ Flexible Urlauber, die sehr kurzfristig buchen, können so von günstigeren Preisen profitieren.
Nachfrage bleibt hoch: frühe Planung zahlt sich aus
Die Erwartungen der Gastgeber deuten auf ein starkes Reisejahr hin. 92 Prozent rechnen 2026 mit stabiler oder steigender Belegung. Auch an Nord- und Ostsee gehen 39 Prozent der Vermieter von steigender Nachfrage aus, 52 Prozent rechnen mit einem ähnlichen Niveau wie 2025.
Für Urlauber bedeutet das: Das Angebot bleibt groß, aber die Nachfrage ebenfalls. Wer auf bestimmte Regionen oder Ferienzeiten angewiesen ist, sollte früh buchen.
So viel kosten Ferienunterkünfte im Sommer 2026
Ferienhäuser und Ferienwohnungen kosten im Durchschnitt 149 Euro pro Nacht. Damit bleibt Deutschland günstiger als Österreich mit 210 Euro, Spanien mit 200 Euro und Italien mit 180 Euro.
In Deutschland unterscheiden sich die Durchschnittspreise je nach Region deutlich. Sylt liegt mit 349 Euro pro Nacht an der Spitze und zählt damit zu den hochpreisigen Reisezielen. An der Nordsee zahlen Urlauber im Schnitt 233 Euro pro Nacht. An der Ostsee liegt der Durchschnitt bei 166 Euro.
Im Süden und in der Mitte Deutschlands liegen die Durchschnittspreise unter denen der Küstenregionen. Im Schwarzwald kostet eine Unterkunft im Schnitt 133 Euro pro Nacht, im Sauerland 125 Euro. Für den Harz wurden durchschnittlich 115 Euro pro Nacht ermittelt.
Schwefel ergänzt: „Die Preise hängen stark von Lage, Größe und Ausstattung der Unterkunft ab. Auch auf Sylt gibt es günstigere Angebote, etwa abseits der direkten Strandlage. Und im Schwarzwald finden sich ebenso hochwertige und entsprechend hochpreisige Ferienhäuser. Durchschnittspreise dienen Urlaubern dennoch als wichtige Orientierungshilfe: Sie zeigen, auf welchem Niveau sich eine Region insgesamt bewegt und helfen dabei, die besten Angebote herauszufiltern.“
Methode:
Holidu hat zwischen dem 03. und 17. Februar 2026 insgesamt 1.023 Ferienhausvermieterinnen und -vermieter in Deutschland befragt. Davon waren 99 % private Vermieter und je 0,5 % Agenturen für Ferienvermietungen oder Immobilienverwalter. Bei einigen Fragen waren Mehrfachantworten möglich. In Frankreich wurden 614 (98 % privat), in Spanien 513 (93 % privat) und in Italien 369 (92 %) befragt. Bei einigen Fragen waren Mehrfachantworten möglich.
Die Preise für diese Studie wurden am 13. Januar 2026 aus der Holidu-Datenbank erhoben. Ermittelt wurde der durchschnittliche Preis pro Nacht für eine Ferienwohnung oder ein Ferienhaus für zwei bis acht Personen im Zeitraum vom 01.06.2026 bis 01.09.2026 (Hochsaison). Dabei wurde für besonders verlässliche Daten der Mittelwert über dem Median gebildet und statistische Ausreißer nicht berücksichtigt. Holidu verwaltet direkt mehr als 55.000 Ferienhäuser und Ferienwohnungen in Europa und listet zudem Millionen Ferienunterkünfte weltweit. Die Holidu-Website verzeichnet jedes Jahr mehr als 100 Millionen Besucher.Die komplette Auswertung befindet sich hier: www.holidu.de/magazine/das-kosten-ferienhaeuser-und-ferienwohnungen-2026
Über Holidu:
Holidu ist ein wachstumsstarkes Technologieunternehmen für Ferienunterkünfte mit der Mission, dass Gastgeber und Gäste ihr Ferienhaus rundum genießen können. Mit einer eigenen Property-Management-Software (PMS) und lokalen Expertenteams hilft Holidu Gastgebern, mit weniger Aufwand mehr Buchungen zu erzielen. Reisenden bietet Holidu ein großes, kuratiertes Portfolio an Unterkünften für eine besonders vertrauensvolle Buchung. Zudem unterstützt das Unternehmen Destinationsmarketing-Organisationen (DMOs) mit der Softwarelösung Holidu Smart Destination. Gegründet wurde Holidu 2014 von den Brüdern Johannes und Michael Siebers. Das Unternehmen mit Hauptsitz in München beschäftigt heute über 700 Mitarbeitende in 29 Büros, darunter fünf in Deutschland. Weitere Informationen unter www.holidu.de
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Quelle: Pressemitteilung





