Die Preise in Spanien sind im September 2025 um etwa 3 Prozent gestiegen, was sich vor allem auf den Fischkonsum auswirkt. Innerhalb von zehn Jahren ist die Nachfrage nach frischem Fisch um etwa 30 Prozent zurückgegangen. Viele Spanier finden Fisch einfach zu teuer geworden und entscheiden sich häufiger für günstigere Alternativen.
Nach Angaben der Branche ist der Preisanstieg vor allem auf teurere Kraftstoffe, höhere Rohstoffkosten und geringere Fangmengen aufgrund strengerer Vorschriften und des Klimawandels zurückzuführen. Ein Kilo frischer Fisch, wie Seebarsch oder Thunfisch, kostet heute manchmal doppelt so viel wie vor zehn Jahren.
Die spanischen Fischer und Händler schlagen Alarm. Immer mehr Fischgeschäfte schließen ihre Türen, vor allem in kleineren Städten und Dörfern. Die Branche plädiert für Steuersenkungen, wie beispielsweise eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Fisch, um das Produkt wieder für Familien mit geringerem Einkommen zugänglich zu machen.
Auch Ernährungswissenschaftler sind besorgt. Fisch ist eine wichtige Quelle für Proteine, Omega-3-Fettsäuren und Vitamine und ein wesentlicher Bestandteil der mediterranen Ernährung. Weniger Fisch zu essen kann langfristig Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit haben, warnen Experten.
Um den Verbrauch wieder anzukurbeln, wird empfohlen, verstärkt auf Tiefkühlfisch, saisonale Produkte und lokale Arten zu setzen, die oft günstiger sind. Supermärkte spielen dabei eine wichtige Rolle mit Rabatten und Werbeaktionen, um Fisch wieder attraktiv zu machen.
Die Herausforderung für Spanien besteht nun darin, das Gleichgewicht wiederherzustellen: erschwinglicher Fisch für die Verbraucher und eine lebenswerte Zukunft für die Fischer. Ohne Gegenmaßnahmen droht eine jahrhundertealte Tradition auf dem Tisch langsam zu verschwinden.
Quelle: Agenturen





