Gürtelrose-Impfung in Spanien – läuft wie ab?

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Seit 2023 bietet Spanien landesweit eine Impfung gegen Gürtelrose (Herpes Zoster) an, doch nicht jeder hat Anspruch auf eine kostenlose Behandlung. Diese Impfung, bekannt unter dem Markennamen Shingrix, wird vom staatlichen Gesundheitssystem schrittweise an bestimmte Altersgruppen und Risikopatienten vergeben. Wer nicht zur definierten Zielgruppe gehört, muss die Kosten von über 400 Euro für die beiden notwendigen Impfdosen selbst tragen.

Die kostenlose Impfung richtet sich vor allem an Personen, die 2026 zwischen 65 und 67 Jahre alt sind, also Jahrgänge 1959 bis 1961, sowie an Senioren, die 80 Jahre alt werden. Zusätzlich werden Menschen ab 18 Jahren mit erhöhtem Risiko, zum Beispiel Organ- oder Knochenmarktransplantierte oder Personen mit bestimmten Krebserkrankungen, bevorzugt geimpft. Voraussetzung für die kostenlose Impfung ist die Registrierung im spanischen öffentlichen Gesundheitssystem mit einer gültigen Krankenversicherungskarte (Tarjeta Sanitaria) und ein Hausarzt, bei dem ein Impftermin vereinbart wird.

Die Impfung erfolgt in zwei Dosen mit mindestens acht Wochen Abstand. Wer nicht zur Zielgruppe gehört oder keinen Zugang zum öffentlichen Gesundheitssystem hat, kann die Impfung privat erhalten. In diesem Fall stellt der Hausarzt ein Rezept aus, und die Impfung muss in der Apotheke gekauft werden. Pro Dosis kostet der Impfstoff etwa 217 Euro, sodass die gesamte Impfung mehr als 430 Euro kostet – ein Betrag, der nicht von der üblichen Medikamenten-Zuzahlung abgedeckt wird.

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Ausländer ohne offiziellen Aufenthaltstitel oder Anmeldung bei einer spanischen Gemeinde haben keinen Anspruch auf die kostenlose Impfung. Eine europäische Krankenversicherungskarte deckt nur medizinisch notwendige Behandlungen während eines vorübergehenden Aufenthalts ab, nicht jedoch präventive Impfungen. Für längere Aufenthalte bietet sich die freiwillige Krankenversicherung (convenio especial) an, mit der auch ausländische Rentner Zugang zum öffentlichen Gesundheitssystem und damit zur Impfung erhalten können.

Insgesamt zeigt sich: Der Zugang zur kostenlosen Gürtelrose-Impfung in Spanien ist klar geregelt, aber an Bedingungen geknüpft. Wer diese nicht erfüllt, muss tief in die eigene Tasche greifen oder sich um eine geeignete Krankenversicherung bemühen, um von der Schutzimpfung profitieren zu können.

Quelle: Agenturen