Heuschreckenschwarm erreicht Lanzarote

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Ein auffälliges Naturphänomen hat die Kanarische Insel Lanzarote erreicht. Durch den starken Wind aus der Sahara und den bekannten Calima, bei dem Staub aus der Wüste zu den Inseln geweht wird, ist ein großer Heuschreckenschwarm auf der Insel gelandet.

Die Insekten sind nicht aus eigener Kraft von Afrika nach Lanzarote geflogen. Experten zufolge wurden sie von den starken Luftströmungen mitgerissen, die in den letzten Tagen über die Region gezogen sind. Vor allem an der Westküste der Insel, unter anderem in der Umgebung von Famara, wurden die ersten Heuschrecken gesichtet.

Es soll sich um Zehntausende Exemplare handeln. Dennoch handelt es sich derzeit nicht um eine echte Plage. Die meisten Heuschrecken fliegen herum und haben sich noch nicht massenhaft auf landwirtschaftlichen Flächen niedergelassen. Solange dies so bleibt, ist die Gefahr größerer Schäden begrenzt.

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Die Behörden beobachten die Situation aufmerksam. Derzeit sind vor allem einzelne Insekten über die Insel verteilt zu sehen und keine dichten, kompakten Schwärme mehr. Das beruhigt die Landwirtschaft vorerst, aber man bleibt wachsam.

Es gibt drei mögliche Szenarien. Die erste Möglichkeit ist, dass die Heuschrecken mit dem Wind weiterziehen. Eine zweite Option ist, dass sie einige Tage bis etwa zwei Wochen bleiben, bevor sie verschwinden. Das dritte und ungünstigste Szenario ist, dass sie sich auf der Insel vermehren. Das könnte zu einer echten Plage führen.

Bislang wurden jedoch keine jungen Heuschrecken oder Anzeichen für eine Fortpflanzung beobachtet. Das bedeutet, dass das Risiko einer dauerhaften Invasion vorerst gering ist. Für Einwohner und Touristen stellen die Insekten keine direkte Gefahr dar, auch wenn es natürlich erschreckend sein kann, wenn man sie plötzlich herumfliegen sieht.

Solche Situationen kommen auf Lanzarote nicht oft vor. Laut lokalen Medien wurde seit Jahren kein vergleichbarer Schwarm auf der Insel mehr gesehen. In den kommenden Tagen wird sich zeigen, ob die Natur das Problem selbst löst oder ob zusätzliche Maßnahmen erforderlich sind.

Quelle: Agenturen