Hotelpreise in Spanien steigen 2026 weiterhin deutlich stärker als in anderen europäischen Ländern. Daten des spanischen Statistikamtes INE (Instituto Nacional de Estadística) zeigen, dass der Anstieg der Hotelpreise im April etwa doppelt so hoch war wie im europäischen Durchschnitt.
Während die Hotelpreise in Europa im Jahr 2025 durchschnittlich um 1,2 Prozent stiegen, verzeichnete Spanien einen deutlich höheren Anstieg. Als Gründe werden die anhaltend hohe Nachfrage, das begrenzte Hotelangebot in beliebten Regionen und die Bemühungen der Branche genannt, ihre Gewinnmargen nach den Einbußen während der Pandemie wiederherzustellen.
Im Januar 2026 betrug der durchschnittliche Zimmerpreis (ADR, Average Daily Rate) 116 Euro, was einem Anstieg von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. In Fünf-Sterne-Hotels liegen die Preise deutlich höher, im März beispielsweise bei durchschnittlich 282,80 Euro.
Besonders betroffen sind beliebte Reiseziele wie Marbella, die Balearen und Madrid, wo die Preise ohnehin schon über dem nationalen Durchschnitt liegen. Zwischen April 2021 und Februar 2026 sind die Hotelpreise in Spanien kumulativ um 61,5 Prozent gestiegen, während die allgemeine Inflationsrate im gleichen Zeitraum bei etwa 21 Prozent lag.
Im Vergleich dazu blieben die Preissteigerungen in Hotels im übrigen Europa im Jahr 2025 bei durchschnittlich 1,2 Prozent. Innerhalb Spaniens gab es im Januar 2026 regionale Unterschiede, wobei Aragón mit einem Anstieg von 9,7 Prozent an der Spitze lag, während die Balearen einen Rückgang von 2,6 Prozent verzeichneten.
Der zunehmende Druck durch den Massentourismus führt dazu, dass sich immer mehr Reisende für Ferienwohnungen als Alternative entscheiden. Dies wiederum erhöht den Druck auf den Wohnungsmarkt in Küstenorten und Städten. Wer dennoch ein Hotel buchen möchte, sollte frühzeitig vergleichen, die Region berücksichtigen und sich bewusst sein, dass Spanien auch im Jahr 2026 einer der teuersten Hotelmärkte Europas sein wird.
Quelle: Agenturen





