Das Gesa-Gebäude in Palma auf Mallorca steht im Fokus eines Ideenwettbewerbs zur Umgestaltung in ein Kultur- und Innovationszentrum. Rund 20 Architektinnen und Architekten besichtigten das Gebäude, um sich ein Bild von den Gegebenheiten zu machen.
Das Projekt, das ein Budget von etwa 91 Millionen Euro vorsieht und bis 2030 abgeschlossen sein soll, zielt darauf ab, das Gebäude durch Ausstellungsflächen, ein unterirdisches Parkhaus und neue Grünflächen aufzuwerten.
Es stellt sich jedoch die Frage, ob das Projekt die Interessen der Nachbarschaft ausreichend berücksichtigt. Kernfrage ist, ob das Projekt zwischen städtebaulichen Ambitionen und den Bedürfnissen der Anwohner vermitteln kann.
Kritisch betrachtet werden die hohen Kosten sowie das Fehlen konkreter Nutzungskonzepte und Finanzierungsmodelle. Auch die Auswirkungen des geplanten Parkhauses auf den innerstädtischen Verkehr sind Diskussionswürdig. Im öffentlichen Diskurs fehlen zudem detaillierte Angaben zur Nutzung der Ausstellungsflächen, zur sozialen Durchmischung, zur Belastung der Anwohner und zum Betrieb des Parkhauses. Unklar ist auch, wer nach der Eröffnung die Entscheidungen über die Programmgestaltung treffen wird.
Quelle: Agenturen




