Die Zahl der Menschen, die in Spanien an Krebs erkranken, steigt weiter an. In diesem Jahr werden voraussichtlich erstmals mehr als 300.000 neue Fälle diagnostiziert. Laut einem neuen Bericht spanischer Krebsexperten handelt es sich um etwa 301.884 Diagnosen. Das sind fast 2 Prozent mehr als im Vorjahr.
Männer erkranken häufiger an Krebs als Frauen. Von der Gesamtzahl der neuen Fälle werden voraussichtlich mehr als 168.000 bei Männern und mehr als 133.000 bei Frauen auftreten. Die häufigsten Formen sind weiterhin Darmkrebs, Brustkrebs, Lungenkrebs, Prostatakrebs und Blasenkrebs.
Dennoch gibt es auch gute Nachrichten. Die Überlebenschancen bei Krebs haben sich in den letzten Jahren verbessert. Fünf Jahre nach der Diagnose leben mittlerweile 57 Prozent der Männer und 65 Prozent der Frauen noch. Das ist ein deutlicher Fortschritt gegenüber früheren Jahren.
Der Anstieg der Zahl der Krebsfälle hat verschiedene Ursachen. Spanien hat immer mehr Einwohner und die Bevölkerung altert. Darüber hinaus spielen Lebensstilfaktoren wie Rauchen, Alkoholkonsum, Übergewicht, Bewegungsmangel und Luftverschmutzung eine große Rolle. Außerdem werden Tumore häufiger in einem frühen Stadium entdeckt, was die Zahl der Diagnosen weiter erhöht.
Besonders besorgniserregend ist der Anstieg von Krebserkrankungen bei jungen Erwachsenen zwischen 20 und 39 Jahren. Etwa 8.000 neue Fälle fallen in diese Altersgruppe. Bei Frauen handelt es sich vor allem um Brustkrebs, während bei Männern andere Formen häufiger auftreten. Auch Schilddrüsenkrebs wird relativ häufig bei jungen Menschen diagnostiziert.
Der genaue Grund für diesen Anstieg bei jungen Menschen ist noch nicht ganz klar. Experten vermuten ungesunde Ernährung, Übergewicht, Umweltfaktoren wie Radongas, häufiger Antibiotikaeinsatz, Alkoholkonsum und Bewegungsmangel. Regelmäßige Bewegung gilt als wichtige Maßnahme, um das Krebsrisiko zu senken.
Quelle: Agenturen





