Eine aktuelle Studie des Hypothekenanbieters UCI zeigt einen deutlichen Trend in Spanien: Immer mehr Menschen ziehen den Selbstbau ihres Hauses in Betracht. Während 42 Prozent der Spanier darüber nachdenken, ihr Eigenheim selbst zu errichten, setzen nur etwa 8,5 Prozent diesen Wunsch tatsächlich in die Tat um.
Dieser Trend ist vor allem bei jüngeren Erwachsenen zwischen 25 und 34 Jahren ausgeprägt, von denen mehr als die Hälfte den Eigenbau in Erwägung zieht. Auch in ländlichen Gebieten ist das Interesse höher als in Städten. Besonders die Kanarischen Inseln und Extremadura verzeichnen eine starke Nachfrage, während Regionen wie Navarra und das Baskenland zurückhaltender sind.
Die Motivation dahinter ist nachvollziehbar: Viele Menschen wünschen sich eine individuell gestaltete Wohnung, die genau ihren Bedürfnissen entspricht. Zudem möchten sie das Budget besser kontrollieren. Die angespannte Wohnungssituation und steigende Preise auf dem Immobilienmarkt machen den Eigenbau für viele zu einer attraktiven Alternative. Allerdings ist der Weg zum eigenen Haus oft durch mangelndes Wissen und komplexe Finanzierungsbedingungen erschwert. So wissen 66 Prozent der Interessenten kaum, wie sie Grundstückskauf, Architektenbeauftragung, behördliche Genehmigungen und Baufinanzierung organisieren sollen.
Beim Baustil bevorzugen knapp die Hälfte der Befragten weiterhin klassische Ziegel- und Betonbauten. Doch Fertighäuser gewinnen mit 24 Prozent zunehmend an Bedeutung, gefolgt von Holz- und Stahlkonstruktionen sowie ökologischen Bauweisen.
Zusammenfassend zeigt die Studie, dass der Wunsch nach selbstgebautem Wohneigentum in Spanien wächst, aber der Mangel an Wissen und die restriktiven Finanzierungsbedingungen viele davon abhalten, diesen Traum zu realisieren. Solange Baugrund knapp ist und der Markt komplex bleibt, wird die Kluft zwischen Wunsch und Wirklichkeit bestehen bleiben.
Quelle: Agenturen





