Israel fängt Gaza-Hilfsschiffe ab

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Medienberichten zufolge hat die israelische Marine eine Operation gegen die internationale Hilfsflotte für Gaza eingeleitet. Die „Global Sumud Flotilla“ gab auf der Plattform X bekannt, dass sich Schnellboote des israelischen Militärs der Flotte genähert hätten.

Es hieß weiter: „Sie richteten Laser und halbautomatische Sturmgewehre auf die Teilnehmer und befahlen ihnen, sich an den Bug der Boote zu begeben und auf Händen und Knien zu gehen.“ Zudem würden die Kommunikationssysteme der Boote gestört, und ein Notruf sei abgesetzt worden.

Am Sonntag (26.04.2026) waren Dutzende Schiffe mit Aktivisten aus verschiedenen Ländern von Sizilien aus in Richtung Gazastreifen gestartet.

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Laut der Organisation handelte es sich um die größte Flottille, die jemals versucht habe, den Gazastreifen zu erreichen. Ziel der pro-palästinensischen Aktivisten ist es, die seit 2007 bestehende israelische Seeblockade des Gazastreifens zu durchbrechen und Hilfsgüter in die Konfliktregion zu bringen. Die „Global Sumud Flotilla“ verfolgt außerdem das Ziel, einen dauerhaften humanitären Korridor einzurichten.

Israel hat in der Vergangenheit wiederholt Versuche von Aktivisten verhindert, die Seeblockade vor dem abgeriegelten Küstenstreifen zu durchbrechen. Bei einem früheren Versuch im vergangenen Herbst wurde die „Global Sumud Flotilla“ von israelischen Spezialeinheiten gestürmt und daran gehindert, das Gebiet zu erreichen. Die israelische Armee äußerte sich zunächst nicht zu den Berichten.

Das israelische Nachrichtenportal „ynet“ berichtete unter Berufung auf einen israelischen Repräsentanten, dass man aufgrund der Größe der Flotte beschlossen habe, sie bereits in internationalen Gewässern weit vor der israelischen Küste unter Kontrolle zu bringen, und zwar westlich der griechischen Insel Kreta.

Quelle: Agenturen