In Spanien hatten fast 60 % der jungen Menschen im vergangenen Jahr ein psychisches Problem. Dies ist ein Anstieg von 32 % im Vergleich zu 2017. Frauen sind mit einer Rate von 71 % am stärksten betroffen.
Die Studie zeigt, dass materielle Defizite eine wichtige Rolle beim Auftreten von psychischen Problemen bei jungen Menschen spielen. Junge Menschen mit schwerwiegenden materiellen Defiziten haben ein doppelt so hohes Risiko, an häufigen oder anhaltenden Störungen zu leiden.
Die häufigsten Symptome für psychische Probleme bei jungen Menschen sind Müdigkeit, Traurigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Zukunftsängste, Desinteresse, Schlafprobleme und Panikattacken. Die wichtigsten diagnostizierten Probleme bei Jugendlichen sind Depressionen und Angstzustände. Andere häufig auftretende Störungen sind Essstörungen, Zwangsstörungen und posttraumatische Belastungsstörungen.
Die Forscher fordern mehr Aufmerksamkeit für die psychische Gesundheit junger Menschen in Spanien. Sie weisen darauf hin, dass noch viel getan werden muss, um die Anfälligkeit für psychische Probleme bei jungen Menschen zu verringern.
In dem Bericht heißt es, dass fast 3 von 10 Befragten angaben, in Phasen emotionaler Instabilität selbstzerstörerische Gedanken zu haben. Dies ist bei Frauen und jungen Menschen im Alter zwischen 18 und 30 Jahren häufiger der Fall. Die Umfrage zeigt auch, dass 3 von 10 Befragten nicht wissen, welche Ressourcen zur Verfügung stehen, um selbstzerstörerische Gedanken oder Verhaltensweisen zu verhindern.
Trotzdem geben nur 4 von 10 Spaniern an, dass sie schon einmal eine psychiatrische Fachkraft aufgesucht haben. Traurigkeit ist das wichtigste Symptom und Gefühl, das die Befragten mit emotionalem Unbehagen in Verbindung bringen, gefolgt von Angst und Ungewissheit über die Zukunft. Auch hier sind es wieder die Frauen und die unter 30-Jährigen, die am stärksten zu dieser Art von negativen Gefühlen neigen.
Quelle: Agenturen




