Katalonien will dem Beispiel Amsterdams folgen und Investoren beim Kauf von Wohnraum einschränken. Die Regionalregierung arbeitet an einem Gesetz, das dafür sorgen soll, dass Wohnungen häufiger in den Besitz von Menschen übergehen, die dort auch selbst wohnen werden. Der Plan ist Teil einer politischen Vereinbarung über den Haushalt für 2026.
Die Idee ist einfach. Wer eine Immobilie kauft, muss dort selbst wohnen und darf sie nicht sofort vermieten. In Amsterdam gilt laut der Zeitung La Vanguardia eine solche Regelung bereits seit einigen Jahren. Dort dürfen Käufer in bestimmten Preisklassen ihre Immobilie erst vermieten, wenn sie mehrere Jahre selbst darin gewohnt haben.
Mit dieser Maßnahme will die katalanische Regierung Spekulationen entgegenwirken. Befürworter argumentieren, dass Investoren für steigende Immobilienpreise sorgen und damit die Chancen für Erstkäufer verringern. Durch die Beschränkung von Investoren hofft man, dass mehr normale Käufer eine Wohnung erwerben können.
Dennoch gibt es Zweifel an der Wirksamkeit dieses Modells. Forscher in den Niederlanden behaupten, dass die Vorschriften nicht automatisch zu niedrigeren Immobilienpreisen führen. Außerdem zeigt sich, dass vor allem Menschen mit mittlerem oder hohem Einkommen von der Maßnahme profitieren. Menschen mit geringerem Einkommen haben es nach wie vor schwer, eine Immobilie zu erwerben.
Darüber hinaus gibt es Diskussionen über die rechtlichen Aspekte des Plans. Die katalanische Regierung will die Maßnahme in das bestehende Llei d’Urbanisme de Catalunya, das katalanische Raumordnungsgesetz, aufnehmen. Einige Juristen fragen sich, ob eine solche Einschränkung mit dem Recht auf Eigentum vereinbar ist. Andere sagen, dass es sich nicht um ein Kaufverbot handelt, sondern um eine Regelung zur Nutzung der Wohnung im Rahmen dieses Gesetzes. Ihrer Meinung nach ist es also rechtlich zulässig.
Der Vorschlag muss noch vom katalanischen Parlament genehmigt werden. Ob er wirklich die gleiche Wirkung haben wird wie in Amsterdam, ist noch ungewiss. Klar ist jedoch, dass der Druck auf den Wohnungsmarkt hoch bleibt und dass die Regierung nach Lösungen sucht, um Ihnen als Käufer mehr Chancen zu bieten.
Quelle: Agenturen





