Keine Stierkämpfe mehr in Alcúdia?

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Inmitten wachsender Diskussionen hat die Stadtverwaltung von Alcúdia auf Mallorca klar Stellung bezogen: Entgegen kursierenden Berichten plant die Gemeinde kein Comeback von Stierkämpfen in der städtischen Arena bis zum Jahr 2027. Dies stellt eine direkte Reaktion auf Aussagen der Stiftung Franz Weber dar, welche zuvor behauptet hatte, ein Veranstalter würde Gespräche über die Rückkehr dieser umstrittenen Tradition führen.

Bürgermeisterin Fina Linares betonte, dass das Interesse des Veranstalters bislang lediglich dem Betrieb der Bar in der Arena galt – nicht aber der Ausrichtung von Stierkämpfen. Eine Reaktivierung der Bar sei perspektivisch denkbar, doch „zu keinem Zeitpunkt war von Stierkampfveranstaltungen die Rede“, stellte sie klar. Im Gegenteil: Bereits seit rund einem Jahrzehnt finden in Alcúdias Arena keine Stierkämpfe mehr statt. Das Gebäude wurde inzwischen in „Bastió de Sant Ferran“ umbenannt und dient heute als Schauplatz kultureller Veranstaltungen.

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Die Bedenken der Tierschutzorganisation speisen sich aus Erfahrungen mit anderen Gemeinden auf Mallorca. Gerade das Unternehmen, das jüngst die Rückkehr des Stierkampfs in Muro und Inca vorangetrieben hatte, soll entsprechende Interessen auch in Alcúdia signalisiert und dies in Fachmedien verbreitet haben. Die Stadtverwaltung ist nach eigener Aussage jedoch weder in Gespräche verwickelt noch habe es je einen entsprechenden Plan gegeben.

Die deutliche Abgrenzung von Alcúdias Seite unterstreicht einen gesellschaftlichen Wandel: Historische Traditionen werden zunehmend kritisch hinterfragt, neue kulturelle Nutzungskonzepte gewinnen an Raum. Ob der Stierkampf je wieder zur Debatte steht, bleibt angesichts dieser Haltung fraglich.

Quelle: Agenturen