„Landflucht“ von Mallorca aufs Festland

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Die steigenden Wohnungspreise auf den Balearen veranlassen viele Einheimische, auf das spanische Festland umzuziehen. Betrachtet man die Zahlen genauer, so zeigt sich, dass in den fünf Jahren vor der Pandemie etwa 4.347 Immobilienkäufe von Balearenbewohnern außerhalb der Inseln stattfanden. In den darauffolgenden fünf Jahren stieg diese Zahl auf rund 8.395, was einem Zuwachs von etwa 93 Prozent entspricht. Gleichzeitig sanken die Immobilienkäufe innerhalb der Balearen.

Besonders beliebt bei den Wegzüglern sind Regionen wie Asturien, Valencia und Alicante. Asturien verzeichnete sogar einen Anstieg von etwa 89 auf 845 Käufe.

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Ein wesentlicher Grund für diese Entwicklung sind die erheblichen Preisunterschiede. Eine 90-Quadratmeter-Wohnung kostet auf den Balearen durchschnittlich etwa 370.000 Euro, während dieselbe Fläche in Asturien für etwa 145.000 Euro zu haben ist.

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass nicht nur die hohen Immobilienpreise eine Rolle spielen. Auch steigende Nebenkosten, stagnierende Löhne, der hohe Tourismusdruck und der Mangel an bezahlbarem Wohnraum tragen zu dieser Entwicklung bei.

Der Anstieg der Käufe in anderen Regionen von 7 auf 14 Prozent sollte als Warnsignal für die lokale Wohnraumversorgung betrachtet werden.

Quelle: Agenturen