Landwirtschaftliche Verbrennungen – Auswirkungen auf die Luftqualität

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Die Luftqualität in Sóller auf Maqllorca steht erneut im Fokus öffentlicher und wissenschaftlicher Aufmerksamkeit, da die landwirtschaftlichen Verbrennungen von Schnittabfällen als mögliche Ursachen für lokale Luftverschmutzungsereignisse untersucht werden.

Das Ministerium für Wirtschaft, Selbstständige und Energie hat eine Studie in Auftrag gegeben, um das Vorkommen polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoffe (PAK) – Schadstoffe, die typischerweise bei Verbrennungsprozessen entstehen – zu analysieren und deren Einfluss auf die Luft im Tal zu bewerten.

Im Herbst wird eine mobile Luftqualitätsmessstation der Regionalregierung vor Ort eingesetzt, um neben den üblichen Luftschadstoffen auch Feinstaubpartikel zu erfassen. Neu an diesem Projekt ist die spezielle Untersuchung der PAK-Verbindungen, für die bislang keine eigene Messausrüstung vorhanden ist. Insgesamt sollen 28 Luftproben über 24 Stunden mit PM10-Filtern gesammelt und in einem akkreditierten Labor auf Schadstoffe wie Benzo(a)pyren analysiert werden. Die Ergebnisse helfen, die Ursachen der punktuellen Verschmutzungsereignisse besser zu verstehen und werden innerhalb eines Monats an die zuständigen Stellen übermittelt.

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Diese Initiative erfolgt in einem Kontext, in dem die Luftverschmutzung im Tal von Sóller besonders im Winter durch Inversionswetterlagen verstärkt wird. Dabei bleibt kalte Luft am Talboden liegen und verhindert die Ausbreitung von Rauch und Schadstoffpartikeln, was die Luftqualität für etwa zwanzig Tage im Jahr erheblich beeinträchtigt. Frühere Versuche, landwirtschaftliche Verbrennungen durch Verordnungen einzuschränken, stießen auf Widerstand, insbesondere von Landwirten, die auf traditionelle Verbrennungsmethoden in den kühleren Morgenstunden bestehen.

Mit der aktuellen Messkampagne will die Regionalregierung nun fundierte wissenschaftliche Daten gewinnen, um zu klären, ob das Verbrennen von Pflanzenresten entscheidend zu den Luftverschmutzungsereignissen beiträgt. Diese Erkenntnisse sollen als Grundlage dienen, um künftig gezielte Maßnahmen zum Schutz der Luftqualität im Tal zu treffen und die Herkunft der Schadstoffe transparent zu machen.

Quelle: Agenturen