Landwirtschaftlicher Protest in Madrid

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Die jüngsten Proteste der spanischen Land- und Viehwirtschaft erreichen mit einer groß angelegten Traktorenkundgebung in Madrid einen neuen Höhepunkt. Im Zentrum des Geschehens steht diesmal auch Asaja Baleares, deren Delegation sich entschlossen hat, sich solidarisch der Forderung nach Lösungen für steigende Produktionskosten, sinkende Rentabilität und eine unsichere Zukunft anzuschließen.

Unter dem Motto „Wer Lebensmittel produziert, muss davon leben können“ vereinen sich Landwirte und Viehzüchter vor dem Ministerium für Landwirtschaft, Fischerei und Ernährung. Veranstaltet von den Organisationen Asaja, COAG und Unión de Uniones, richtet sich die Kundgebung an die spanische Regierung und fordert echte Veränderungen.

Senkung der Produktionskosten: Besonders für die Balearen, wo die Insellage den wirtschaftlichen Druck durch höhere Transport- und Betriebskosten verschärft.
Starke Gemeinsame Agrarpolitik (PAC): Ein ausreichendes Budget ohne Kürzungen, das die landwirtschaftlichen Betriebe zukunftsfähig hält.
Faire Preise: Mindestens kostendeckende Vergütung für landwirtschaftliche Produkte und konsequente Umsetzung des Lebensmittelkettengesetzes.
Kampf gegen unlauteren Wettbewerb: Strengere Standards für importierte Waren – insbesondere aus Mercosur-Staaten und Marokko – die mit europäischen Produkten gleichgestellt werden sollen.
Bürokratieabbau: Weniger Verwaltungsaufwand, damit Landwirte mehr Zeit für ihre eigentliche Arbeit haben.

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Joan Company, Vorsitzender von Asaja Baleares, betont: „Wir wollen keine Privilegien, sondern die realistische Chance, von unserer Arbeit leben zu können.“ Die Forderungen haben auf den Balearen besondere Dringlichkeit, da die Produktionsbedingungen dort noch herausfordernder sind.

Letztlich ist dieser Appell eine Erinnerung daran, wie wichtig funktionierende Rahmenbedingungen für die landwirtschaftliche Produktion in Spanien sind – nicht nur für die Bauern, sondern für die gesamte Gesellschaft. Ohne nachhaltige Lösungen droht langfristig die Gefährdung der Nahrungsmittelproduktion und damit der wirtschaftlichen Stabilität vieler Regionen.

Quelle: Agenturen