Manacor digitalisiert sein Wasserversorgungsnetz

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Manacor auf Mallorca rüstet sich für die Nutzung von Trinkwasser aus dem Hochdrucknetz (entsalztes Wasser). Sieben Monate nach Beginn der Arbeiten hat das städtische Unternehmen SAM 9.000 Wasserzähler in der Stadt digitalisiert. Diese Maßnahme ermöglicht es, den Verbrauch in jedem Haushalt in Echtzeit zu erfassen und Wasserverluste erheblich zu reduzieren.

Bisher konnte die Wassereffizienz von 40 % auf über 70 % gesteigert werden, was einer Reduzierung der Wasserverluste um mehr als 30 % entspricht, wobei der Großteil dieser Verluste in Privathaushalten auftritt.

“Ziel ist es, in diesem Jahr eine Wassereffizienz von 85 oder 90 % zu erreichen, wie es die Vorschriften vorsehen”, erklärte der Präsident der SAM, Sebastià Llodrà, und betonte, dass damit ein Wassernetz geschaffen werden soll, das “moderner, nachhaltiger und für zukünftige Herausforderungen gerüstet ist”. Zu diesen Herausforderungen gehört auch die geplante Trinkwasserversorgung der Stadt.

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Nachdem die Abteilung für Wasserressourcen der Regionalregierung das vom Stadtrat von Manacor geplante Trinkwasseraufbereitungswerk verworfen hat, bereitet sich das städtische Unternehmen nun darauf vor, “das laut Angaben der Regionalregierung in zwei Jahren geplante Hauptversorgungsnetz zu übernehmen”, so Bürgermeister Miquel Oliver.

Das Projekt zur Digitalisierung des Netzes verfügte über ein Budget von etwas mehr als einer Million Euro, das von der Stadtverwaltung getragen wurde. Die neuen digitalen Zähler ermöglichen tägliche Fernablesungen und bieten eine höhere Genauigkeit, wodurch Leckagen schneller und effizienter erkannt werden können.

Seit Beginn der Arbeiten zum Austausch der Zähler im Oktober 2025 hat die SAM-Abteilung rund hundert Kunden auf erhebliche Wasserlecks in ihren Wohnungen hingewiesen. Um den Bürgern die Möglichkeit zu geben, ihren täglichen Verbrauch zu überwachen und eventuelle Störungen zu erkennen, wurde eine Website (www.sammanacor.com) eingerichtet, wie Neus Melis von der SAM bei der Vorstellung der Arbeiten erklärte.

“Wir dürfen keinen einzigen Tropfen Wasser verschwenden”, betonte der Bürgermeister und wies darauf hin, dass Manacor eine der wenigen Gemeinden der Insel ist, die das Wasserversorgungsnetz direkt verwaltet.

Die Digitalisierung wird mit einer Tarifüberprüfung einhergehen, die bereits im März beschlossen wurde und nun noch der Zustimmung der Preiskommission bedarf. Derzeit liegt der Tarif bei 0,28 Cent pro Kubikmeter – Preise, die seit 40 Jahren nicht mehr angepasst wurden. “Künftig zahlt derjenige mehr, der mehr verbraucht, während der Kleinverbraucher keinen großen Unterschied bemerken wird”, erklärte Llodrà.

Quelle: Agenturn