MARSEC-26 Übung im Hafen von Málaga

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Für alle, die am Mittwoch, dem 15. April, am Hafen von Málaga entlanggingen, muss es ein bemerkenswerter Anblick gewesen sein. Patrouillenschiffe, Schnellboote der Guardia Civil und ein Hubschrauber über dem Wasser sorgten für ein ungewöhnlich lebhaftes und spektakuläres Bild auf See.

Dennoch handelte es sich nicht um einen echten Notfall. Die Aktivitäten waren Teil von MARSEC-26, einer nationalen Übung, bei der spanische Sicherheitsdienste für Vorfälle auf See trainieren.

Die Übung fand zwischen 10.00 und 12.30 Uhr in verschiedenen Bereichen des Hafens statt. Daran beteiligt waren unter anderem das Marinepatrouillenschiff Vigía P-73, Einheiten des Seerettungsdienstes der Guardia Civil und ein Hubschrauber.

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Als Übungsgebiet dienten unter anderem der südliche Pier des Passagierterminals, Kai sieben und vor allem der Außenhafen. Dieser liegt zwischen dem Containerterminal und dem östlichen Pier des Hafens. Die Hafenpolizei koordinierte die Bewegungen der teilnehmenden Einheiten innerhalb der gesicherten Zonen des Hafengebiets.

Das Szenario in Málaga konzentrierte sich auf zwei wichtige Bedrohungen für die maritime Sicherheit: illegalen Menschenhandel und mögliche terroristische Aktivitäten. Während der Übung wurden verschiedene Aktionen von Teams an Land, auf See und in der Luft durchgeführt. Ziel war es, zu testen, wie schnell und effektiv die verschiedenen Dienste zusammenarbeiten können, wenn sich ein schwerwiegender Vorfall auf See ereignet.

MARSEC-26 findet vom 6. bis 17. April an fünfzehn Orten entlang der spanischen Küste statt. Neben Málaga finden Übungen unter anderem auch in Alicante, Gijón und Palma de Mallorca statt.

Jeder Standort ist zudem Schauplatz einer anderen möglichen Notfallsituation, die von Zwischenfällen mit Schiffen und Menschenschmuggel bis hin zu Notfällen mit gefährlichen Stoffen oder Gesundheitsrisiken an Bord reicht. Außerdem werden Rettungsaktionen, Meeresverschmutzung und der Schutz der Unterwasserinfrastruktur, wie Kabel und Leitungen auf dem Meeresboden, geübt.

Nach Angaben der spanischen Behörden sollen diese Übungen dafür sorgen, dass Marine, Polizei, Rettungsdienste und Hafenbehörden bei maritimen Bedrohungen besser aufeinander abgestimmt sind.

Am Ende der Übung kam es noch zu einem unerwarteten Zwischenfall. Aufgrund der normalen Hafenaktivitäten musste das Autotransportschiff Neptune Ethos in den Hafen einlaufen und an Kai neun anlegen.

Das Manöver wurde mit Hilfe von zwei Schleppern durchgeführt. Obwohl diese Bewegung im Voraus genehmigt worden war und den Ablauf der Übung nicht behinderte, verlieh die Anwesenheit eines echten Handelsschiffs dem Szenario nach Angaben der Beteiligten einen besonders realistischen Charakter.

MARSEC-26 ist Teil der Nationalen Strategie für maritime Sicherheit 2024, der spanischen Strategie, die sich auf den Schutz von Häfen, Schifffahrt und Küstengebieten vor Sicherheitsbedrohungen konzentriert.

In einer Zeit, in der Seewege weltweit durch geopolitische Spannungen unter Druck stehen, wie beispielsweise die jüngste Krise um den Iran und die Straße von Hormus, rückt die maritime Sicherheit immer stärker in den Fokus.

Quelle: Agenturen