Unter dem Vulkan Teide auf Teneriffa wurden innerhalb von nur 32 Stunden etwa 6.000 kleine Erdbeben registriert. Dies geht aus Daten des Instituto Geográfico Nacional hervor, das ein neues automatisches Messsystem verwendet.
Den Wissenschaftlern zufolge handelt es sich um einen sogenannten seismischen Schwarm, der im westlichen Teil von Las Cañadas del Teide stattfand.
Die Erdbeben ereigneten sich in einer Tiefe zwischen 8 und 10 Kilometern unter der Erdoberfläche. Keines dieser Beben war stark genug, um von Einwohnern oder Touristen wahrgenommen zu werden.
Dank des neuen automatischen Registrierungssystems können viel mehr Mikroerdbeben als zuvor erfasst werden. Das System registriert durchschnittlich drei Erdbeben pro Minute und übermittelt die Informationen in Echtzeit an die Experten. Daher ist die tatsächliche Anzahl der Erschütterungen wahrscheinlich höher als mit älteren, manuellen Messmethoden ermittelt wurde.
Die jüngsten Aktivitäten sind Teil einer Reihe von fünf seismischen Schwärmen in den letzten zwei Wochen. Seit 2016 wurden bereits mehr als elf solcher Episoden rund um den Teide registriert. Experten zufolge zeigt dies, dass das vulkanische System aktiv und dynamisch ist, was jedoch nicht automatisch bedeutet, dass kurzfristig mit einem Ausbruch zu rechnen ist.
Wissenschaftler betonen, dass bei einer bevorstehenden Eruption andere Anzeichen sichtbar sein müssten. Dazu gehören stärkere Erdbeben, die spürbar sind, deutliche Verformungen der Erdoberfläche oder ein starker Anstieg der Gasemissionen. Derzeit ist davon keine Rede.
Obwohl die Situation keine unmittelbare Gefahr für die Bevölkerung darstellt, wird die Entwicklung genau beobachtet. Die Messnetze auf Teneriffa bleiben kontinuierlich aktiv, um jede Veränderung im Verhalten des Vulkans sofort erkennen zu können.
Quelle: Agenturen



