„Menys turisme, més vida“ – Proteste gegen Wohnungskrise auf Mallorca

Lesedauer des Artikels: ca. 2 Minuten -

Auf Mallorca wächst die Unzufriedenheit über die drastisch steigenden Lebenshaltungskosten und die sich zuspitzende Wohnungskrise. Die Plattform „Menys turisme, més vida“ ruft deshalb dazu auf, sich am 11. November an einem groß angelegten Streik zu beteiligen. Ihr Ziel: Die Aufmerksamkeit auf die negativen Folgen des Massentourismus und der Immobilienspekulation zu lenken.

Die Bewegung unterstreicht, dass die zunehmende Touristifizierung sowie die spekulative Nutzung von Immobilien die Wohnungssituation zunehmend verschärfen, besonders für die einheimische Bevölkerung und Arbeitnehmer. Ein Drittel der Immobilien auf den Balearen wird mittlerweile nicht mehr als Hauptwohnsitz genutzt, und die Region verzeichnet die zweithöchste Anzahl an Ferienwohnungen in Spanien – Entwicklungen, die eng mit dem Tourismus verbunden sind.

Bereits im Sommer haben über 70.000 Menschen auf der Insel demonstriert, um zu zeigen, dass Mallorca „am Limit“ ist. „Menys turisme, més vida“ fordert eine grundlegende Veränderung des Wirtschaftsmodells und kritisiert die bisherigen politischen Maßnahmen als unzureichend, da das Wirtschaftswachstum nicht zu einer Verbesserung der Lebensrealität für viele geführt habe.

Lesetipp:  Weihnachtsmarkt von Sa Feixina macht musikalische Abstriche
--|- Bitte beachten Sie unsere Anzeigenpartner! -|-- Zeitreise in die 1980er Jahre mit Gustav Knudsen

Die Plattform fordert breite Beteiligung: Bürgerinnen und Bürger sollen in den lokalen Komitees mitarbeiten und am Streiktag Arbeits- und Bildungseinrichtungen stilllegen, um ihrer Forderung nach einem würdevollen Leben Nachdruck zu verleihen. Sollte keine Besserung eintreten, sind weitere Proteste angekündigt.

Dieser Protest steht sinnbildlich für eine wachsende Bewegung, die das Gleichgewicht zwischen wirtschaftlichen Interessen und dem Wohl der ansässigen Bevölkerung neu austarieren will – für ein Mallorca, das mehr Lebensqualität als bloße Wirtschaftskennzahlen in den Mittelpunkt stellt.

Quelle: Agenturen