Die Zahl der Mieter, die ihre Miete nicht mehr bezahlen, steigt in Spanien weiter an. Nach neuen Zahlen des Observatorio del Alquiler beliefen sich die durchschnittlichen Mietrückstände im Jahr 2025 auf etwa 8.490 Euro. Das entspricht etwa sieben Monatsmieten, die nicht bezahlt wurden.
Die Schulden sind damit im Vergleich zu 2024 um etwa 17 Prozent gestiegen. Damals lag der Durchschnittsbetrag noch bei rund 7.958 Euro. Laut der Studie ist der Anstieg dreimal so hoch wie im Jahr zuvor.
Eine wichtige Ursache ist der starke Anstieg der Mietpreise in Spanien. Im Jahr 2025 lag der durchschnittliche Mietpreis bei etwa 1.184 Euro pro Monat. Dadurch hat sich der finanzielle Druck auf die Mieter immer weiter erhöht.
Den Forschern zufolge ist der Punkt erreicht, an dem viele Haushalte einfach nicht mehr zahlen können. Der durchschnittliche Anteil des Einkommens, der für Miete aufgewendet wird, liegt in Spanien bei rund 34 Prozent, in einigen Provinzen sogar bei rund 40 Prozent.
Die höchsten Schulden werden in Regionen verzeichnet, in denen der Wohnungsmarkt am stärksten unter Druck steht. Katalonien liegt mit einem durchschnittlichen Mietrückstand von etwa 11.620 Euro an der Spitze. Es folgen die Region Madrid mit etwa 10.420 Euro und die Balearen mit etwa 10.354 Euro.
In anderen Regionen liegen die Beträge deutlich niedriger. So haben Mieter in Extremadura durchschnittlich eine Schuld von etwa 3.404 Euro. Auch in La Rioja und Castilla y León bleiben die Beträge unter 4.500 Euro.
Betrachtet man die Provinzen, so liegt Barcelona mit Abstand an der Spitze mit einer durchschnittlichen Verschuldung von gut 14.036 Euro. Madrid und die Balearen folgen danach. Die niedrigsten Schulden werden in Zamora, Soria und Ávila verzeichnet.
Den Forschern zufolge geht das Problem mittlerweile über bloße vorübergehende Zahlungsschwierigkeiten hinaus. In immer mehr Fällen werden kurze Zahlungsverzögerungen zu langfristigen Zahlungsausfällen, da viele Mieter die aktuellen Mietpreise nicht mehr aufbringen können.
Quelle: Agenturen




